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Mobile Mapping mit Van
Kamera erfasst 950 Kilometer Straße in Mönchengladbach

Mobile Mapping mit Van: Kamera erfasst 950 Kilometer Straße in Mönchengladbach
Mit der Kamera auf diesem Van wird die Stadt erfasst. FOTO: Stadt Mönchengladbach
Mönchengladbach. Wer sich über einen silbergrauen Van mit Kamera und Sensortechnik auf dem Dach wundert: Hier werden Daten und Bilder vom öffentlichen Straßenraum in ganz Mönchengladbach erfasst - und das nicht von Google-Street-View.

Die Stadt schickt ein Aufnahmefahrzeug auf die Straße, um den öffentlichen Straßenraum zu erfassen und zu fotografieren. Das Vermessungsfahrzeug ist seit Montag täglich im Stadtgebiet unterwegs, um 950 km im Straßennetz der Stadt abzufahren. Bis Ende November sollen alle Straßen erfasst sein. Der Verwaltung stehen die aufbereiteten Daten dann Anfang 2018 zur Verfügung.

"Der öffentliche Straßenraum stellt ein großes Betätigungsfeld der kommunalen Verwaltung dar und für das Tagesgeschäft werden stadtweit aktuelle und verlässliche 3D-Geoinformationen benötigt. Die traditionellen Erhebungs-und Bereitstellungsmethoden stoßen hier aufgrund der Datenmengen und Aktualisierungszyklen an ihre Grenzen", fasst der Technische Beigeordnete Dr.-Ing. Gregor Bonin die Ausgangslage für das Vorhaben zusammen.

Das Zauberwort der modernen Erfassung von Geodaten heißt Mobile Mapping: "Mit dem Mobile Mapping steht uns eine flexible, schnelle und günstige Methode zur stadtweiten Datenerhebung und Nutzung zur Verfügung", ergänzt Michael Jantschik, Leiter des städtischen Geodatenmanagement.

Hinter Mobile Mapping verbirgt sich eine Straßenbefahrung mit spezieller Technologie zur georeferenzierten 3D-Erfassung. Der dafür aufgerüstete Mini-Van verfügt über eine 360-Grad-Kamera, zwei Laserscanner sowie ein Inertialsystem, ein Hodometer (Wegmesser) und eine Positionierung über ein GNSS-System (GPS). Als Ergebnis liefern die Geräte unter anderem Laserscan-Punkte und Bilder des öffentlichen Straßenraumes in hoher Qualität und Genauigkeit.

Daten werden nicht veröffentlicht

Mit Hilfe der 3D-Informationen können laut Stadt zum Beispiel Straßenoberflächen, Markierungen, Schilder, Ampeln, Hydranten, Poller, Bäume und vieles mehr auf den Millimeter genau erfasst werden. Die gesammelten Daten werden laut Stadt nicht öffentlich verbreitet oder an Dritte weitergegeben, sondern ausschließlich intern ausgewertet und weiterverarbeitet.

Eine Veröffentlichung der Daten im Internet oder ein Zugriff für Externe ist laut Stadt nicht möglich ist. Alle personenbezogenen Daten auf den Fotos sollen verpixelt werden. Die Verpixelung wird in erster Linie bei Gesichtern und Kfz-Kennzeichen angewendet. Ergibt sich darüber hinaus die Notwendigkeit, weitere Ausschnitte oder Abbildungen unkenntlich zu machen, so sei eine Nachbearbeitung jederzeit möglich.

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(skr)
 
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