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Mönchengladbach
Endlich: Hoppediz ist wieder hellwach

Hoppedizerwachen in Mönchengladbach
Hoppedizerwachen in Mönchengladbach FOTO: Isabella Raupold
Mönchengladbach. Die neue Karnevalssession ist offiziell eröffnet: Hoppediz Josef Amend sprang gestern Abend aus seiner Kiste, dichtete und erklärte dann schlicht, er sei wieder da. Dies war dann das Signal für OB Reiners, den Sessionsbeginn auszurufen. Von Christian Lingen

Als Peter und Janie Homann von Hofmarschall Klaus Werthmann abgeholt wurden, war es, als sei seit Aschermittwoch keine Sekunde vergangenen. "Wir waren sofort wieder drin und hätten am liebsten gefragt, wie viele Termine wir heute haben", erzählte Janie Boms-Homann beim Empfang im Alten Zeughaus. Es war der letzte Termin, den das zu diesem Zeitpunkt noch amtierende Prinzenpaar gestern Abend hatte.

Als um 18 Uhr die Regimentskapelle der Prinzengarde der Stadt Mönchengladbach gefolgt von den beiden großen Prinzengarden, der Kinderprinzengarde und Abordnungen einiger Gesellschaften auf den Kapuzinerplatz zog, rückte der Moment des Abschieds näher. Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners entmachtete die scheidenden Prinzenpaare und eröffnete kurze Zeit später die neue Session.

"Ihr habt viel für unsere Stadt geleistet. Die Hürde für das neue Prinzenpaar liegt hoch", lobte Reiners das scheidende Prinzenpaar. Das Ex-Kinderprinzenpaar Elleny Böker und Lukas Déjosez habe viel Charme gehabt. Auch die beiden kleinen Ex-Tollitäten bedankten sich für eine gelungene Session. Dann war der große Moment gekommen. Die Karnevalisten rollten ein Stehpult an den Rand der Bühne. Weil sie schlecht ausgeleuchtet war, stand der Protagonist, ein von Ruth Ahrweiler gespielter Professor, der leicht verrückt zu sein schien, im Halbdunkel. Der Professor hielt einen diffusen Vortrag und erkannte, dass das Sessionsmotto "M´r donnt, wat m´r könne" einfach immer und überall passt. So zum Beispiel bei Sportlern. Verlieren sie einmal, können sie den für Rheinländer einfach typischen Satz "M´r donnt, wat m´r könne" gebrauchen. Auch zu Politikern passe der Satz perfekt. So fragte der Professor Oberbürgermeister Reiners nach der Sauberkeit, den Schulden und den Hauptbahnhöfen. Reiners´ Antwort war immer die gleiche: "M´r donnt, wat m´r könne."

Hoppediz Josef Amend sprang gestern Abend aus seiner Kiste. Sein Sommerschlaf ist beendet. Jetzt wird Karneval gefeiert. FOTO: Isabella Raupold

Inzwischen war eine mit drei lachenden Gesichtern verzierte Holzkiste auf die Bühne gebracht worden. Auch Karnevalisten "donnt, wat se könne". Und so riefen sie den Hoppediz herbei. Doch der lag im sommerlichen Tiefschlaf. Schließlich musste die Kinderprinzengarde ran. Sie rief zusammen mit den Jecken auf dem gut gefüllten Kapuzinerplatz den Schlachtruf "Halt Pohl" und siehe da: Der Hoppediz, gespielt von Josef Amend, sprang aus seiner Kiste. Mit einem Gedicht verkündete er, dass die Session beginne und erklärte: "Der Hoppediz ist wieder da." Doch nicht ihm, sondern Hans Wilhelm Reiners, den die Karnevalisten, wie MKV-Boss Bernd Gothe erklärte, gut erzogen haben, oblag es, die neue Session offiziell zu eröffnen.

Zum Start in die fünfte Jahreszeit sangen Yasmin Hutchins und Lydia Maderecker das neue Mottolied und zeigten, dass sie auch mit Livegesang überzeugen können. Danach begann eine Open-Air-Sitzung, in der unter anderem die Tanzgarden der beiden Prinzengarden und die "De Mennekrather" auftraten.

Quelle: RP
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