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Karneval in Mönchengladbach
Polizei holt Mann mit Pistolen-Attrappe aus der Menge

Mönchengladbach. Die Polizei Mönchengladbach hatte davor gewarnt, zu Karneval mit unechten Pistolen feiern zu gehen. Jetzt hat sie ihre Warnung wahr gemacht und einen Jecken mit Sturmgewehrattrappe aus der Menge gezogen.

Mit Sturmgewehrattrappe und Sturmhelm wollte ein Jecke in Giesenkirchen Karneval feiern – doch die Party endete für ihn schneller als gedacht. Weil die Polizei Mönchengladbach aus Sicherheitsgründen das Tragen von unechten Pistolen im Vorfeld untersagt hatte, wurde der Mann aus der Menge geholt. 

Wie Polizeisprecher Willy Theveßen mitteilte, hat die Polizei den vermummten Mann angesprochen und ihn gefragt, ob er die Verkleidung für passend halte. Der habe sofort Einsicht gezeigt. Er sagte: "Sie haben Recht. Das ist unpassend." Dann habe er von sich aus angeboten, sofort nach Hause zu gehen und sich umzuziehen. 

Der Mann trug einen schwarzen Kampfanzug, wie man ihn normalerweise vom SEK kennt. Er war komplett schwarz gekleidet, das Gesicht halb vermummt. Nur die Augen waren zu sehen. Auf dem Kopf hatte er einen schwarzen Stahlhelm und trug eine Maschinengewehrattrappe, die täuschend echt aussah. Um den Bauch hatte er einen Gürtel mit kleinen Schnapsflaschen. 

In diesem Jahr hat die Polizei ihre Präsenz in allen Stadtteilen deutlich erhöht. Sie sind zu Altweiber bewaffnet und mit Kabelbindern ausgestattet. 

 

(cli/jnar)