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KG Ruet-Wiss Okerke
Karnevalisten feierten bei Saunatemperaturen
KG Ruet-Wiss Okerke: Karnevalisten feierten bei Saunatemperaturen
Die KG Ruet-Wiss Okerke startete mit der Veranstaltung „Sommerjeck“ in die neue Saison. Dabei waren auch die Joker Colonia. FOTO: Reichartz,Hans-Peter
Mönchengladbach. Die Karnevalisten der KG Ruet-Wiss Okerke sind echte Ganzjahresjecken. In der Session feiern sie ihre Sitzungen, im November laden sie zur gemütlichen Nostalgiesitzung bei Kerzenschein und nun veranstalteten sie zum ersten Mal unter dem Motto „Sommerjeck“ einen Vorstellabend bei sommerlichen Temperaturen. Von Christian Lingen

Die Bornheimer Künstleragentur Rheinland-Gastspiele kam dazu in das ruet-wisse Kasino Narrenburg und brachte sechs ihrer Künstler mit, die sich dem Publikum präsentierten. Und die kamen dabei ganz schön ins Schwitzen. „Hier auf der Bühne ist es wie in der Sauna“, erklärte zum Beispiel die Gruppe Joker Colonia. Etwas ärgerlich war, dass nur rund 30 Gäste kamen, obwohl fast 100 zugesagt hatten und der Eintritt frei war. „Das ist der erste richtige Sommerabend und viele wollen grillen“, vermutet Präsident Dr. Helmut Deden.

Der Präsident trug ein Kleid

Im letzten Jahr tourte die Künstleragentur zum ersten Mal durch Nordrhein-Westfalen. „Dieses Jahr sind wir zum ersten Mal in Mönchengladbach“, erzählte Carsten Hoss von der Agentur. Der Kontakt zu den Odenkirchener Karnevalisten entstand im vergangenen Jahr. Bei der Galasitzung in diesem Jahr wirkten bereits Künstler von Rheinland-Gastspiele mit. Nun stellten sie gemeinsam einige Redner und Bands vor. Einer von ihnen war Ralph Kuhn, der 1981 sein Debüt als Ne Usjeflippte gab. In den letzten Jahren gehörte er dem Schnäuzer-Duo an und steht seit der vergangenen Session wieder solo auf der Bühne. Neben einigen Witzen aus seinem aktuellen Programm gab er auch improvisierte Scherze zum Besten. So sagte er zu Präsident Deden, der ein rot-weiß gestreiftes Kleid trug: „Zum Karneval passt das, aber geh´ damit nicht einkaufen. Die ziehen dich über den Scanner.“

Dem Gesangsduo De Knollis wurde es so warm, dass sie befanden: „Hier is et driss wärm“. Die Mädchenband Ech Lecker, die in diesem Jahr im Rahmenprogramm des DFB-Pokal-Finales der Damen auftrat, zeigte ebenso ihr Können wie die Musikgruppe Altreucher, die 2006 die närrische Hitparade gewann. Der Tulpenheini erklärte, dass sich Köln nun mit „oe“ schreibe, da der FC die zwei Punkte für den Aufstieg brauche. Den Abschluss machten die Musiker von Joker Colonia, die schweißgebadet die Bühne verließen. Burggrafensprecher Günther Pilz zeigte sich von der Hitze unbeeindruckt: „Wenn man Karnevalist ist, dann ist man das im ganzen Jahr - auch wenn es mal warm wird.“

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