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Mönchengladbach
Kaufland: Zehn von zwölf haben Klage zurückgezogen

Mönchengladbach. Der Neubau von Kaufland zwischen Aachener und Bahnstraße rückt näher. Zwar beschäftigt das Bauvorhaben immer noch das Düsseldorfer Verwaltungsgericht. Allerdings sind von ehemals zwölf Nachbarn und Händlern, die gegen die Baugenehmigung der Stadt geklagt haben, nur noch zwei übrig gebelieben. Am Montag gibt es nun eine Ortsbegehung des Düsseldorfer Verwaltungsgerichts in Holt, wie Baudezernent Gregor Bonin gestern bestätigte. Die Stadt ist davon überzeugt, dass es rechtens ist, auf dem Grund, auf dem viele Jahre der Praktiker-Baumarkt war, ein SB-Warenhaus zu bauen. Die Anwohner fürchten zusätzlichen Lärm durch Verkehr. Mit drei Klägern, die offenbar besonders stark von dem Neubau betroffen sind, hat sich die Baugesellschaft Jessen außergerichtlich geeinigt. Sieben weitere haben ohne derartige Gespräche ihre Klage zurückgezogen. Wer die beiden verbliebenen sind und ob sie ernstliche Chancen vor Gericht haben, ist unklar. Von Ralf Jüngermann

Jochen Bücker, Geschäftsführer der Jessen Baugesellschaft, ist jedenfalls gleichbleibend sicher, dass der Kaufland gebaut wird: "Wir sind in den vergangenen Wochen weiter gekommen. Unser Zeitplan steht weiter." Und der heißt: Bis Ende des Jahres soll der alte Baumarkt komplett abgerissen sein. Ein Privathaus auf dem Gelände haben die Bagger bereits abgeräumt. Jetzt soll es zügig mit dem Hauptgebäude weitergehen. Rund ein Jahr sollen die Bauarbeiten dauern. "Das heißt: Bei normalem Verlauf kann Kaufland Ende 2017 öffnen."

Und das auf rund 5000 Quadratmetern Verkaufsfläche. Viele Mönchengladbacher sehen Kaufland mitten im bisher reinen Real-Land als Bereicherung. Während sich CDU und SPD in der Frage von Anfang an einig waren, gab es in der Verwaltung vor zwei Jahren lange zwei Lager in der Genehmigungsfrage, die miteinander rangen. Die einen argumentierten gegen die Genehmigung, vor allem aus formalen Gründen. Die anderen dafür. Am Ende mochte der seinerzeit zuständige Baudezernent Andreas Wurff kurz vor der Kommunalwahl die von seinen Fachleuten vorbereitete Genehmigung nicht unterschreiben und lieber abwarten, wer neuer Oberbürgermeister wird. Norbert Bude wies schließlich noch vor der Stichwahl an, die Genehmigung dem Antragsteller auszuhändigen.

Quelle: RP
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