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Mönchengladbach
Kaum Wespen - dafür viele Mücken

Mönchengladbach. Der lange Zeit regnerische Sommer in Mönchengladbach wirkt sich auf die Insektenwelt aus. Unter anderem gibt es auch mehr Fliegen als üblich. Von Ludwig Krause

Es hängt eben alles miteinander zusammen, sagt Ruth Seidel. "In diesem Sommer haben wir auffallend wenige Wespen. Dabei sind sie sehr nützlich, weil sie zum Beispiel Fliegen wegfressen", meint die Insekten-Fachfrau und Vorsitzende des Naturschutzbundes (Nabu) in Mönchengladbach. Das bedeutet im Umkehrschluss: In diesem Sommer gibt es in Mönchengladbach deutlich mehr Fliegen als gewöhnlich. Allerdings auch, weil sie vom nasswarmen Wetter profitieren. Anders, als das eben bei Wespen und Hornissen der Fall ist. "In der Nestgründungsphase im April und Mai war es noch deutlich zu kalt. So wenige Wespen wie derzeit habe ich hier eigentlich noch nie gesehen", sagt Ruth Seidel. Was momentan vor allem Allergiker wenig erfreuen dürfte: Im Gegensatz zu den Wespen ist die Zahl der Mücken im Vergleich zum vergangenen Jahr deutlich angestiegen. "Mücken legen ihre Eier in flachen Gewässern ab, sie mögen feuchtwarmes Wetter", sagt die Nabu-Fachfrau. Dementsprechend wächst die Population. Von einer "Mückenplage" möchte Seidel aber noch nicht sprechen.

Sorgen bereitet ihr unterdessen die Zahl der Schmetterlinge in Mönchengladbach. Allgemein gebe es einen Rückgang zu beobachten, in diesem Jahr sei dieser aber besonders deutlich. Vor allem Tagpfauenauge und Kleiner Fuchs seien betroffen. "Ich denke, weil zu der Zeit, in der sich die Insekten verpuppen, viel durch das feuchte Wetter verpilzt war", sagt Seidel.

Quelle: RP
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