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Mönchengladbach
Kein Aufschwung auf dem Arbeitsmarkt

Mönchengladbach. Der Landestrend am Arbeitsmarkt lässt sich auch in Mönchengladbach nicht beobachten. Die Arbeitslosenquote blieb im März gegenüber dem Vormonat konstant bei 12,2 Prozent. Im Februar konnten die Zahlen aufgrund von Problemen mit 300 Datensätzen nur geschätzt werden. Die Arbeitslosenzahl scheint jedoch leicht gestiegen zu sein. Von Thomas Meinders

Dennoch spricht Johannes-Wilhelm Schmitz, Vorsitzender der Agentur für Arbeit Mönchengladbach angesichts der Zahlen im gesamten Gebiet (inklusive des Rhein-Kreis Neuss) von einer Frühjahrsbelebung. "Das ist ein positives Signal", sagt Schmitz. "Es finden wieder mehr Menschen eine Arbeit und weniger verlieren ihre." 15 889 Menschen sind in Mönchengladbach allerdings noch immer als arbeitslos gemeldet.

Ein gutes Zeichen

Gegenüber dem gleichen Monat im Vorjahr blieben die Zahlen im Bereich Mönchengladbach und Rhein-Kreis-Neuss fast identisch. Sechs Arbeitslose mehr als im März 2009 zählt die Arbeitsagentur. Die konstanten Werte werden als Erfolg verbucht. Besonderer Faktor dabei: die Kurzarbeit. Schmitz betont: "Das Kurzarbeitergeld hat viele Unternehmen über die wirtschaftlich schwierige Zeit getragen." Waren im Mai des vergangenen Jahres 9915 Menschen in Kurzarbeit beschäftigt, sank die Zahl schon bis Dezember auf ein Drittel, ohne das die Zahl der Arbeitslosen gestiegen ist. "Auch das werte ich als gutes Zeichen", erklärt Schmitz.

Positive Nachrichten hält auch der Ausbildungsmarkt bereit. 2697 Ausbildungsstellen wurden der Agentur für Arbeit in Mönchengladbach bislang gemeldet. Das ist ein Anstieg von über zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch die Bewerberzahl ist gestiegen. 3076 junge Mönchengladbacher haben sich bislang für eine Ausbildung beworben. Viele Stellen sind noch nicht besetzt. "Die Arbeitgeber lassen sich in diesem Jahr mehr Zeit bei der Besetzung ihrer Ausbildungsstellen", erläutert Doris Schillings, Geschäftsführerin operativ der Arbeitsagentur .

Damit macht sie den Bewerbern Mut, denn noch sind 1896 Jugendliche nicht mit einem Ausbildungsplatz versorgt. "Diese Zahlen werden sich noch erheblich ändern", betont Schillings.

Quelle: RP
 
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