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Mönchengladbach
Keine Macht der Langeweile

Mönchengladbach: Keine Macht der Langeweile
Der Stadtjugendring feierte sein Sommerfest mit vielen tollen Aktionen und Informationsständen. FOTO: Isabella Raupold
Mönchengladbach. Beim Sommerfest des Stadtjugendrings zeigten verschiedene Vereine und Organisationen, wie Kinder ihre Freizeit gestalten können. An vielen Ständen konnten die kleinen Besucher einen Nachmittag mit viel Abwechslung erleben. Von Nina Jedrychowski

Unter dem Motto "youth in summer" veranstaltete der Stadtjugendring Mönchengladbach nun zum ersten Mal ein Sommerfest im Innenhof des Rathauses. Als Dachorganisation gehören zum Stadtjugendring, der sich bei politischen Entscheidungen für die Kinder und Jugendlichen der Stadt im Rathaus einsetzt, 14 Jugendverbände und -organisationen. Beim Sommerfest waren jedoch nur fünf von ihnen vertreten. "Die meisten Vereine feiern eigens ein Sommerfest", sagte Annika Hähnlein, die Vorsitzende des Stadtjugendrings.

Nichtsdestotrotz wollen der Stadtjugendring und die dazugehörigen Organisationen auf sich aufmerksam machen und "zeigen was Kinder und Jugendliche in ihrer Freizeit alles in Mönchengladbach machen können", sagte Hähnlein. Und das Angebot der Stadt ist groß. Alleine beim Sommerfest konnten die kleinen Besucher die Spielzeuge des Jukomm-Spielmobils ausprobieren, Stofftaschen beim Stand der Jugendfreizeitstätte St. Michael Holt selber gestalten, Magnet-Buttons bei der Arbeitsgemeinschaft evangelischer Jugend Mönchengladbach basteln, sich vom Deutschen Roten Kreuz schminken lassen oder bei einem Kicker-Turnier antreten.

Dabei waren die Angebote nur kleine Ausschnitte aus dem großen Angebotsrepertoire der Jugendorganisationen. Der Kreisverband des Deutschen Roten Kreuz bildet Jugendliche nicht nur im Sanitätsdienst aus, sondern veranstaltet auch Freizeitaktivitäten. "Am coolsten ist es, wenn wir 24 Stunden lang den Rettungsdienst simulieren", sagt Eva Croon, stellvertretender Kreisleiterin beim DRK.

Einen Stand weiter hatten die Besucher die Möglichkeit, aktiv zu werden. "Wir basteln heute Magnet-Buttons", sagte Mabel Agbor-Pearson. Sie vertrat die Arbeitsgemeinschaft evangelischer Jugend Mönchengladbach im Innenhof des Rathauses, um zu zeigen "wie vielfältig Kirche und Jugendarbeit sind. Agbor-Pearson sieht ihre Aufgabe als Gemeindepädagogin darin, den Kindern und Jugendlichen Impulse zu geben, was sie alles in Mönchengladbach unternehmen können. "Manche Kinder wissen gar nicht, wie groß das Freizeitangebot ist", sagte sie.

Ähnlich sieht es auch der Bundestagsabgeordnete Günter Krings: "Am Angebot der Stadt scheitert es nicht." Die mangelnde Freizeit bei Kindern und Jugendlichen kommt immer wieder im Rathaus zur Sprache. "G8 oder G9 ist oftmals ein Thema", sagt Hähnlein. Oberbürgermeister und Schirmherr Hans-Wilhelm Reiners weiß, dass "die Kinder die Erwachsenen von morgen sind. Wir müssen eine Stadt schaffen, in der Kinder gerne leben". Hans-Wilhelm Reiners sprach von einer "gesellschaftlichen Entwicklung", die dazu führt, dass die Kinder und Jugendlichen länger in der Schule sind und "die Freizeitaktivitäten somit oftmals nachmittags stattfinden". Ähnlich ist es bei Leon (8) und Emile-Marie (7). Sie spielen nach den Hausaufgaben jeden Tag draußen. Beide gehen nicht in die Ogata. "Da ich zu Hause bin, müssen meine Kinder keine Betreuung besuchen", sagt ihre Mutter Jenny Reinertz. Nebenbei besuchen die Geschwister auch Sportvereine und gehen in die Musikschule. "Mit einer guten Organisation ist es sehr gut möglich, Schule und Freizeit unter einen Hut zu bekommen", sagte Reinertz.

Quelle: RP
 
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