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Mönchengladbach
Kinderbetreuung für Bankmitarbeiter

Mönchengladbach. An der Waldhausener Straße wird eine LENA-Gruppe für Kinder von Beschäftigten von Santander eröffnet. Drei Tagespflegekräfte kümmern sich ab sofort um die Jüngsten. Von Angela Rietdorf

Es ist das, was man im Bankendeutsch so gern eine Win-win-Situation nennt: Die Kleinkinder werden gut betreut, die Eltern können arbeiten, ohne durch eingeschränkte Betreuungszeiten gestresst zu sein, und die Santander-Bank kann einen weiteren Baustein zur Mitarbeiterbindung präsentieren. Die neue LENA-Gruppe, die die Bank in Zusammenarbeit mit der Stadt eingerichtet hat, ist vom Start weg ein Erfolg.

"Mitarbeiter haben immer mal nach solchen Möglichkeiten der U3-Betreuung gefragt", erklärt Oliver Burda, Arbeitsdirektor bei Santander. "Für uns ist das hier ein Pilotprojekt." In einem Neubau an der Waldhausener Straße, dessen Rückseite von der Bank aus direkt erreichbar ist, wurde eine LENA-Gruppe mit neun Plätzen eingerichtet.

Drei Tagespflegekräfte kümmern sich von Viertel nach sieben am Morgen bis Viertel nach vier am Nachmittag um die Jüngsten. Ein großer Raum mit Spielmöglichkeiten, ein weiterer mit neun Betten, ein großzügiges Bad mit Wickelkommode und Kindertoilette und ein kleiner Garten stehen zur Verfügung. Die Betreuungszeiten können flexibel gewählt werden. Zwischen 15 und 45 Stunden können die Kleinkinder in der LENA-Gruppe verbringen. Die Kleinen sind schon eifrig bei der Sache, blättern zusammen mit den Tagesmüttern in Bilderbüchern, bauen, rollen über den Boden und lassen sich auch von den vielen erwachsenen Besuchern, die zur offiziellen Eröffnung der Gruppe kommen, nicht im geringsten stören. "LENA-Gruppen bieten kleine übersichtliche Gruppen an, das ist für manche Kinder besser als die großen Kita-Gruppen", weiß Sozialdezernentin Dörte Schall, die sich über die Kooperation mit der Bank freut. "Für uns als Stadt ist es wichtig, sowohl ein Angebot für Kinderbetreuung am Wohnort als auch am Arbeitsplatz vorhalten zu können."

Für die Bank wiederum ist das Betreuungsangebot ein Baustein, um gutes Personal zu gewinnen und zu binden. Eine Ausweitung des Angebots könne man sich vorstellen, erklärt Burda. Die Nachfrage sei jedenfalls weitaus größer gewesen als die Zahl der Plätze. Die Finanzierung der LENA-Gruppe hat man sich geteilt: Die Bank trägt die Betriebskosten und zahlt eine 25-Stunden-Stelle, den Rest übernimmt die Stadt.

Die pädagogische Leitung liegt bei den Fachkräften im nahegelegenen Kindergarten an der Ferdinand-Strahl-Straße, wohin die Kinder auch wechseln können, wenn sie dem U3-Alter entwachsen sind.

Quelle: RP
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