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Mönchengladbach
Kirche St. Johannes ist seit gestern Vergangenheit

Mönchengladbach. Vor 17 Jahren übernahm Pfarrer Michael Schicks die Gemeinde St. Johannes in Rheydt-West. Dass diese gemeinsame Geschichte eines Tages enden sollte, hätte sich damals noch keiner denken können. Von Philipp Hütter

Doch dass es so kam, mussten die Gemeindemitglieder gestern schmerzlich erleben, als das Gebäude im Auftrag des Aachener Bischofs Heinrich Mussinghoff entweiht wurde. Die Ursprünge der Kirche liegen in den 50ern, als sich in Rheydt-West aus Anwohnern ein Kirchenbauverein gründete, mit dem Ziel, eine bürgernahe Versorgung mit Gottesdiensten zu ermöglichen. Spatenstich war am 23. Mai 1962, Kirchweihe am 2. Februar 1964. Die kontinuierliche Weiterentwicklung der Gemeinde spiegelte sich unter anderem in der Eröffnung des Jugendheims am 6. Mai 1979 und der Einweihung der neuen Orgel am 3. Juli 1983 wider.

Gestern nun gelang es den Gemeindemitgliedern, den letzten Gottesdienst gebührend zu begehen. Jung und Alt verabschiedeten ihre Stadtteilkirche in eine neue Nutzung, die wahrscheinlich in einem Heim für betreutes Wohnen unter Leitung der Caritas bestehen wird. Musikalisch untermalt vom Kirchenchor Herz-Jesu feierten sie eine emotionale Messe, in der der evangelische Pfarrer Olaf Nöller mit seiner Gastrede die ökumenische Gemeinschaft der Kirchengemeinden in Rheydt-West unterstrich. Als die Messdiener die letzte der zwölf Apostelkerzen gelöscht hatten, war die Kirche St. Johannes endgültig Vergangenheit.

Quelle: RP
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