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Mönchengladbach
Klassik mit einem Flair von Urlaub am Schloss

Mönchengladbach: Klassik mit einem Flair von Urlaub am Schloss
Generalmusikdirektor Mihkel Kütson leitet das Open-Air-Klassikkonzert am 21. August auf der Turnierwiese von Schloss Rheydt. FOTO: Matthias stutte
Mönchengladbach. Das obligatorische "Klassik Open Air" bei der Sommermusik Schloss Rheydt steht diesmal im Zeichen der Sonne Italiens und der italienischen Filmmusik. Motto: "La dolce vita". Es gibt noch Karten. Von Armin Kaumanns

Ach, was haben wir nicht alles schon erlebt bei diesem Open-Air der Niederrheinischen Sinfoniker auf der Turnierwiese: Wolkenbrüche, Blitz, Donner, Pfauengeschrei, einmotorige Sportflieger, Glockengebimmel; aber auch glühende Sommernächte, Partystimmung und Melodienseligkeit. Zum neunten Mal nun spielt das Orchester des Theaters Mönchengladbach/Krefeld zur Sommermusik Schloss Rheydt auf, es ist, wie Veranstalter Günter vom Dorp formuliert, "die Keimzelle des Ganzen". Und auch dieses Jahr, am Freitagabend, 21. August, wird Generalmusikdirektor Mihkel Kütson um 20.30 Uhr den Taktstock heben zu einer der Jahreszeit gemäßen Programmfolge. Diesmal steht sie unter dem Titel "La dolce vita", was die Fantasie in Richtung Italien beflügelt.

"Eine Woche nach Ende der Theaterferien werden wir zwar schon mitten in der Arbeit stecken, auf der Bühne im Schloss aber spüren wir noch das Flair von Urlaub", freut Kütson sich schon auf das besondere Projekt. Er hat das Programm zweigeteilt. Zunächst gibt's Ouvertüren und Arien des italienischen Belcanto. Im zweiten Teil steht dann Filmmusik aus der goldenen Ära des italienischen Kinos auf dem Programm. Nino Rota und Ennio Morricone sind die klangvollsten Komponisten-Namen hinter so bekannten Streifen wie "Cinema Paradiso", "La Strada" und anderen. "Die Arrangements für großes Orchester sind schwer zu kriegen, aber wir sind glücklich, nach den New York Philharmonics das zweite Orchester zu sein, das die Arrangements von William Ross aufführen darf", sagt Kütson. Ross ist eine prominente Größe im Hollywood-Sound-Geschäft, er führte unter anderem auch bei einem Harry-Potter-Film den Taktstock.

Tenor Michael Siemon hat jüngst den Theater-Oscar gewonnen. FOTO: Stutte

Die Sopranistin Sophie Witte steht mit ihren Kollegen Eva-Maria Günschmann, Michael Siemon und Matthias Wippich zum wiederholten Mal als Gesangssolistin auf der Schloss-Bühne. Sie freut sich schon auf das sommerlich gestimmte Publikum. "Die Atmosphäre ist ganz besonders", sagt sie. Technische Probleme, wie es sie bei den ersten Sommermusiken noch gab, sind längst weitgehend abgestellt. Die Sänger werden von Standmikrofonen abgenommen. "Wir können singen wie im Opernhaus, ohne irgendwelche aufgeklebten Mikros, in die kein Härchen flattern darf, weil es sonst kracht", sagt die Sopranistin, die als Rosina aus Rossinis "Barbier", in einem Duett aus Donizettis "Liebestrank" und im Quartett aus Verdis "Rigoletto" zu hören sein wird. Sie will, so verrät sie, auch dem Auge einiges bieten - die Garderobe für den zweiten Teil blitzt schon vor ihrem inneren Auge auf. Ob dabei Fellinis "La dolce vita" Pate stand? Wir werden's erleben.

Das Klassik-Open-Air ist am Freitag, 21. August, 20.30 Uhr. Karten kosten zwischen 24,50 und 39 Euro, das All-inclusive-VIP-Paket mit überdachten Plätzen nebst Abendessen samt Getränken kostet 89,60 Euro pro Person. In allen Kategorien sind noch Karten verfügbar, zu bestellen über www.vp-konzerte.de und an vielen Vorverkaufsstellen.

Matthias Wippich (Bass) vertritt die tiefe Sololage im Konzert. FOTO: Stutte
Quelle: RP
 
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