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Mönchengladbach
Kleine ganz groß im Grenzlandstadion

Mönchengladbach: Kleine ganz groß im Grenzlandstadion
Die Kinderolympiade im Grenzlandstadion war eine kleiner Vorgeschmack auf die Sommerolympiade in Rio. FOTO: Isabella Raupold
Mönchengladbach. Bei der dritten Kinderolympiade der inklusiven KiTas der Stadt machte sogar Maskottchen Jünter mit. Von Sabine Winkler

Kleinkinder wuseln über die Laufbahn und die Tribüne ist gefüllt. Bei der Kinderolympiade der zehn inklusiven Kindertagesstätten in städtischer Trägerschaft im Grenzlandstadion gab es für die jede Menge sportliche Herausforderungen. Zum dritten Mal seit 2011 fand die Veranstaltung am Samstag statt. Wie bei einer echten Olympiade zogen die zehn KiTa-Teams ins Stadion mit Fahnen ein - ein kleiner Vorgeschmack auf die Sommerolympiade in Rio.

Eine bunte Mischung aus Sport und Spiel sowohl für die unter Dreijährigen, als auch die etwas Größeren stand auf dem Programm. "Wir wollen unterschiedliche Schwierigkeitsgrade bieten. Damit alle Lust haben, mitzumachen", sagt Katrin Packmohr-Claßen. Die Leiterin der Kindertagesstätte "Himmelszelt" (Schrievers) hat das einzigartige Sportfest organisiert. Dafür hat sie im Vorfeld viele E-Mails geschrieben. Am Ende waren am Samstag neben ihrer noch neun andere städtische KiTas mit integrativem Schwerpunkt dabei. Nach den Jahren 2011 und 2013 musste das Sportfest 2015 leider pausieren, da der Rasen im Grenzlandstadion erneuert werden musste.

Das hier behinderte mit nicht-behinderten Kindern in einem Team mitmachen und ihre sportliche Grenzen austesten, ist etwas ganz besonderes. "Ich finde es toll, zu sehen wie alle mitmachen und wie viele gekommen sind", freut sich Packmohr-Claßen. Jede KiTa hatte ihre eigene Spielstation, die von den Erzieherinnen und Eltern betreut wurde. So konnte man auf Hüpfburgen toben, Bobbycar-Rennen fahren oder einen Hüpfball-Parcours bewältigen. Unterschiede bei den Kindern mit Behinderung und ohne fallen gar nicht auf. Jeder hilft jedem.

Abgerundet wurde das Sportfest im "Riesenstadion", wie die kleine Lea Meier findet, vom kulinarischen Angebot. Für die Cafeteria haben viele Eltern fleißig Kuchen gebacken und kühle Erfrischungen gab es auch. Fünf Stunden Sport von elf bis 16 Uhr müssen die Kleinen schließlich auch gut verpflegt durchstehen.

Daneben fand speziell für die Vorschulkinder ein Fußballturnier mit Wanderpokal auf der Mitte der Rasenfläche im Grenzlandstadion statt. Neun von zehn teilnehmenden KiTas haben eine Mannschaft zusammengestellt. "Wir haben mit unseren Vorschulkindern kräftig trainiert," betonte Iris Kohla, Erzieherin in der KiTa Familienzentrum Mühlenstraße in Rheydt. Die Siegermannschaft des Turniers bekam am Ende den Pokal sogar vom Borussiamaskottchen Jünter überreicht.

Bei dem diesjährigen Highlight der Kinderolympiade waren sich alle Kinder, egal welcher KiTa oder Altersklasse, einig. "Ich fand das Kistenklettern, wo man ganz weit oben am Baum war, am aller coolsten," schwärmt der fünfjährige Elias. Mitarbeiter der Kletterkirche haben darauf aufgepasst, dass alles sicher über die Bühne ging.

Die nächste Kinderolympiade der städtischen, inklusiven KiTas findet, wenn alles nach Plan läuft, dann wieder im Jahr 2018 statt - und natürlich auch wieder im Grenzlandstadion.

Quelle: RP
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