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Mönchengladbach
Knackfrisches Gemüse selbst anbauen

Mönchengladbach: Knackfrisches Gemüse selbst anbauen
Edeka-Nachwuchskräfte arbeiten freiwillig auf dem Feld von Bio-Land Brungs und lernen noch mehr über qualitätsvolles Obst und Gemüse. FOTO: Ilgner
Mönchengladbach. In Kooperation mit der Barmer und dem Start-up "Ackerhelden" betreuen Azubis und Nachwuchskräfte von Edeka Endt Parzellen auf dem Bio-Land Brungs. Die Gartenarbeit ist betriebliches Gesundheitsmanagement. Von Angela Wilms-Adrians

Mit Ost und Gemüse kennt sich Jasmin Müller bereits recht gut aus. Doch mit der Arbeit auf der Scholle hatte die neunzehnjährige Auszubildende von Edeka Endt bis vor kurzem keine Erfahrung. Nun aber zählt sie zu den 30 angehenden Ackerhelden, die auf dem Bio-Land Brungs ihre Parzellen betreuen. Sie ist überzeugt, durch die praktische Arbeit ihre Kenntnisse zu vertiefen. Bis Ende November wird sie mit 29 weiteren Hobby-Gärtnern zweimal in der Woche das Land in der Nähe ihres Arbeitsplatzes bestellen. Sie wird säen und pflanzen, gießen und natürlich auch ernten. Die Barmer bietet das Präventionsprojekt an, um junge Menschen in Bewegung zu bringen und das Bewusstsein für gesunde Ernährung zu stärken. "Mit klassischen Angeboten erreichen wir junge Leute kaum. Wir brauchen die Arbeitgeber als unsere Plattform", sagte Marcel Küsters, Regionalgeschäftsführer der Barmer über das urbane Projekt mit neuem Ansatz.

Dirk Endt, Edeka-Geschäftsführer, lobte die Nachwuchskräfte für ihr freiwilliges Engagement. Ihnen gegenüber betonte er, dass die körperliche Arbeit an frischer Luft zur Gesundheit beiträgt und die intensive Beschäftigung mit qualitätsvollem Obst und Gemüse der Berufsethik entgegenkommt. "Wenn ihr als Youngster seht, wie viel Arbeit die Pflege macht, werdet ihr mit der Ware noch sorgfältiger umgehen. Es gibt keine bessere Warenkunde, als die Ware selbst zu produzieren", so Endt. Für den September versprach er ein Grillfest, um den Einsatz zu belohnen. Fachliche Unterstützung garantiert Wolfgang Paulert, dessen Sohn Tobias das Start-up "Ackerhelden" ins Leben rief. "Hier ist alles Bio: Acker, Samen und Pflanzen", hob Projektmanager Paulert hervor. Er gab den Hobby-Landwirten die ersten Tipps: "Bringt keinen Dünger mit, ertränkt die Pflanzen nicht. Ihr müsst sie erziehen, dass sie sich ihr Wasser ziehen, und testet immer erst mit dem Finger, wie tief das Wasser steht." Er berichtete, dass vergleichbare Projekte immer auch den Teamgeist der Beteiligten gestärkt hätten.

Michael Bodenbenner, Edeka-Personalreferent und Organisator in der Kooperation der beteiligten Partner, hatte tags zuvor mit wenigen Unterstützern Vorarbeit geleistet. Die angehenden Ackerhelden fanden einen vorbepflanzten und biozertifizierten Gemüsegarten zum Bewirtschaften von 25 Parzellen mit jeweils zwei Metern Breite und 20 Metern Länge vor. Die wissenschaftliche Mitarbeiterin Evelyne Eberle erklärte, dass unter Erdhügeln die Kartoffeln liegen. "Bald wird das Laub kommen. Da habt ihr erst einmal nicht viel Arbeit", sagte sie, um gleich darauf zu zeigen, wie das Unkraut am besten zu lösen ist. In zwei bis drei Monaten können die ersten Früchte geerntet werden. Die Saison geht bis zur Kohlernte Ende November.

Quelle: RP
 
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