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Mönchengladbach
Knochenbrüche: Ermittlung gegen Gladbacher Polizisten

Mönchengladbach. Eine Frau wirft den Beamten vor, sie bei einem Einsatz wegen Ruhestörung zu barsch behandelt zu haben. Von Gabi Peters

Schwere Vorwürfe gegen mehrere Mönchengladbacher Polizisten: Sie sollen eine Frau bei einem Einsatz so rüde behandelt haben, dass sie schwer verletzt wurde.

Sicher ist: In der vergangenen Woche hatte die Frau so laut mit ihrem Lebensgefährten in der Wohnung gestritten, dass die Nachbarn sich gleich mehrfach bei der Polizei wegen Ruhestörung beschwerten. Die Beamten mussten an diesem Tag sogar zweimal an der Adresse der Frau und ihres Partners einschreiten. Beim zweiten Mal entschieden die Ordnungshüter, die alkoholisierte Frau in Gewahrsam zu nehmen. Sie verbrachte die Nacht in der Ausnüchterungszelle. Dem Express gegenüber gab die Frau an, die Polizisten hätten sie beim Verlassen des Hauses so unsanft die Treppe hinuntergeschleift, dass sie sich beide Sprunggelenke brach. Auch in der Ausnüchterungszelle habe sich niemand um sie gekümmert. Erst am nächsten Morgen habe ein Beamter mit Blick auf ihre Beine gefragt, ob er einen Krankenwagen rufen soll. Sie habe das zunächst verneint, sei aber später von ihrem Partner in die Klinik gefahren worden.

Die Mutter der Verletzten legte daraufhin Beschwerde bei der Polizei in Gladbach ein. Dort nimmt man die Vorwürfe sehr ernst. "Wir wollen, dass der Sachverhalt aufgeklärt wird", sagte Polizeisprecher Wolfgang Röthgens gestern unserer Zeitung. Der Vorgang sei bei der Staatsanwaltschaft. "Aus Neutralitäts- und Objektivitätsgründen haben wir den Fall an die Kollegen aus Krefeld abgegeben", sagt Röthgens. Die Ermittlungen der Polizei in der Nachbarstadt sollen zeigen, in welchem Zusammenhang die Verletzungen der Frau entstanden sind.

Quelle: RP
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