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Mönchengladbach
Kölner Karnevalskaufhaus ins Königskarree
Mönchengladbach. Als neunte Filiale im Rheinland hat die Karnevals- und Kostümfirma Deiters eine Dependance in Mönchengladbach eröffnet. Sie wird das ganze Jahr über offen sein. Ein hoher sechsstelliger Euro-Betrag wurde investiert. Von Jan Schnettler

Ziemlich viele Nummernschilder mit Ortskennung MG habe man stets auf dem Parkplatz gesehen, sobald die fünfte Jahreszeit näher rückte. Das sagt Lukas Wachten, Assistent der Geschäftsführung der Kölner Karnevals- und Kostümfirma Deiters – und spricht dabei wohlgemerkt vom Kölner Parkplatz des Unternehmens. Ab sofort müssen die Jecken aus der Vitusstadt nicht mehr so weit fahren, um sich einzukleiden: Deiters hat im Königskarree an der Reyerstraße 11-15 eine Mönchengladbacher Filiale eröffnet, die insgesamt neunte. "Wo gefeiert wird, braucht man Kostüme", sagt Wachten. Und Mönchengladbach sei definitiv eine Stadt, in der man es zu feiern verstehe. "Wir hatten Mönchengladbach bereits seit drei, vier Jahren als Standort im Auge. Jetzt hat es von den Rahmenbedingungen her gepasst."

Auf 800 Quadratmetern bietet Deiters nun 17 000 Accessoires sowie 2000 vollständige Kostüme, ein "ordentlicher sechsstelliger Euro-Betrag" wurde investiert. Fünf Posten um Marktleiter Christoph Bremges wurden neu geschaffen. In der heißen Phase vom 2. Januar bis zum Karnevalssamstag werde das Personal auf zwölf Mitarbeiter aufgestockt, sagt Wachten. Doch man wolle nicht nur das klassische Karnevalspublikum bedienen. Wie an allen anderen Standorten will das in der vierten Generation inhabergeführte Unternehmen das ganze Jahr über öffnen. Dabei sind insbesondere recht neue Party-Trends behilflich – Halloween etwa, aber auch der, das Oktoberfest nicht nur in München zu feiern.

"Mit unserer Trachtenkollektion sind wir darauf bestens eingestellt", sagt Wachten. Auch Abi-Gags, Mottowochen und "Schlager-Moves" seien Veranstaltungen, für die die Leute immer häufiger farbenfrohe Verkleidungen benötigen. Schützen stellen ebenso eine Zielgruppe dar – wenngleich weniger für die Uniformen an sich, eher wegen des Zubehörs, etwa Handschuhe. Und auch die Fußball-Weltmeisterschaft im kommenden Jahr wiederum stelle durchaus eine interessante Möglichkeit dar, Accessoires und Fanartikel unter die Leute zu bekommen.

Anders als in der Düsseldorfer Filiale, wo speziell außerhalb der Session auch viele Fortuna-Fanartikel verkauft werden, will Deiters sich in Mönchengladbach übrigens erst einmal nicht ins Bundesliga-Geschäft begeben. "Das machen wir ja auch in der Kölner Zentrale nicht", sagt Wachten, "das gibt es bisher so nur in Düsseldorf."

Quelle: RP
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