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Mönchengladbach
König Marc Thönes feiert mit den Westendern eine Traumreise

Mönchengladbach. Auf den ersten Blick sieht es gar nicht so aus, als würde sich Marc Thönes freuen. Der 24-Jährige wirkt tiefenentspannt und genießt jede Sekunde, in der er das Silber der St.-Josef-Bruderschaft Westend trägt. Marc Thönes ist der jüngste König in der Geschichte seiner Bruderschaft. Und damit Nachfolger seines Vaters: Hans-Peter Thönes war 1985 mit 26 Jahren König gewesen. Die Westender haben sich in diesem Jahr auf die Fahne geschrieben, den Zusammenhalt zu fördern. Nicht nur in der Bruderschaft, sondern im Stadtteil. Jeder soll mitmachen. "Wir haben uns vorgenommen, die Leute auf eine Traumreise einzuladen", sagt Marc Thönes, der sein Leben als ein einziges Entertainment bezeichnet. Von Christian Lingen

So startete das Schützenfest am Freitag mit dem Fest der alten Westender. Rund 200 Senioren waren gekommen und erlebten bei Kaffee und Kuchen einen Nachmittag mit Musik, Tanz und einer Büttenrede. Am Samstag standen der Große Zapfenstreich und die Kranzniederlegung auf dem Hommersplatz im Mittelpunkt. Obwohl direkt nebenan auf der Aachener Straße der Verkehr vom Borussia-Park abfloss, wurde es erstaunlich ruhig auf dem Platz. Lauter ging es anschließend im Festzelt zu. Dort feierten einige Bruderschaftler so lange, dass sie gestern Morgen ohne eine einzige Sekunde Schlaf zur Parade antraten.

Marc Thönes war da schon wieder rührselig. "Was man von den Menschen zurückbekommt, kann man nicht in Worte fassen. Für mich wird gerade ein Traum wahr", erzählte er beim Empfang im Pfarrgarten und gestand, am liebsten einfach nur zuschauen zu wollen. Weil das Brauchtum ihm so viel bedeutet, kündigte er als erste Majestät der noch jungen Schützensaison an, beim Stadtschützenfest um die Würde des Bezirkskönigs mit schießen zu wollen. Bezirksschülerprinz war er vor rund zehn Jahren bereits schon einmal gewesen.

Marc Thönes war aber nicht der einzige Schütze, der am Wochenende im Westend Grund zum Feiern hatte. Bezirksbundesmeister Horst Thoren war gekommen und hatte einige Ehrungen mitgebracht. Joachim Nennen, Daniel Hellenbrand und Dieter Jahn erhielten jeweils das Silberne Verdienstkreuz. Hans-Peter Thönes erhielt das Schulterband zum St.-Sebastianus-Ehrenkreuz. "Wir möchten uns einfach einmal bei ihm bedanken", sagte sein Sohn Marc Thönes.

Quelle: RP
 
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