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Mönchengladbach
Kommunen testen Elektroautos im ADAC-Zentrum

Mönchengladbach. Der Motor läuft, doch es herrscht ungewöhnliche Stille. Wer ein Elektroauto startet, kann sich eigentlich nur anhand einer Anzeige im Armaturenbrett vergewissern, dass der Motor wirklich in Betrieb ist. Denn die Automobile der Zukunft fahren fast komplett geräuschlos und ohne Abgase - unterscheiden sich ansonsten aber kaum von herkömmlichen Automatik-Fahrzeugen. Von Christian Kandzorra

Das konnten Verwaltungsspitzen, Bürgermeister und Landräte aus den Kreisen Neuss, Heinsberg und Viersen sowie der Stadt Mönchengladbach nun erleben. Sie verschafften sich beim "E-Mobilitätstag" der NEW auf dem Gelände des ADAC-Fahrsicherheitszentrums in Grevenbroich erste Eindrücke in Sachen Elektro-Mobilität und testeten einige Fahrzeuge auf der Rundstrecke. Ein Höhepunkt: Auch ein PS-starker Premium-Sportwagen des amerikanischen Herstellers Tesla konnte Probe gefahren werden.

"Wir wollen die Schnittstelle zwischen der NEW und den einzelnen Kommunen ausbauen", sagt Frank Kindervatter aus dem Vorstand der NEW AG, die nach der Gemeinde Jüchen und der Stadt Hückelhoven weitere Kooperationspartner in ihrem Versorgungsbereich gewinnen möchte. Mit einem speziellen Sponsoring-Programm soll die Anschaffung der teuren Gefährte für die Kommunen von der NEW mit 1000 Euro pro Jahr und dem Aufbau einer Schnell-Ladestation gefördert werden - vorausgesetzt, die Autos fahren als Werbeträger für den Energieversorger. "Die Elektroautos bieten gerade auf kurzen Strecken große Vorteile. Sie sind umweltschonend, geräuschlos und schnell zugleich", sagt Hans Peter Schlegelmilch, Vorsitzender des NEW-Aufsichtsrates. Durchschnittlich komme man mit einem normalen Elektro-Kleinwagen bis zu 120 Kilometer weit. "Für Verwaltungen ist das ideal", betont Claudia Wolters, die für die Kommunalbeziehungen bei dem Energieversorger zuständig ist.

Von der NEW wurden zuletzt bereits 14 öffentliche und halböffentliche Ladestationen aufgestellt, das Netz soll ausgebaut werden. Das Unternehmen stellte auch einen "Carsharing"-Modellversuch vor, den es mit der Hochschule Niederrhein plant. Künftig sollen für Studenten zwei E-Autos bereitstehen.

Quelle: RP
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