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Mönchengladbach
Kontakte zu Firmen helfen bei der Berufswahlorientierung

Mönchengladbach. Die Gesamtschule Volksgarten und das Unternehmen Autoteile Hermann haben einen Kooperationsvertrag unterschrieben. Von Angela Wilms-Adrians

Mit Unterstützung eines Pools von 25 Unternehmen hilft die Gesamtschule Volksgarten Schülern auf dem Weg in einen Ausbildungsberuf. Brandneu ist nun ein Vertrag mit der Firma "Autoteile Hermann". Der wurde beim zwanglosen Buffet im Beisein von Lehrern, IHK-Vertreterin Gabriele Götze, Christian Hermann und Schülervertretern besiegelt. "Über den direkten Kontakt zu Firmen wollen wir Menschen zusammenführen. Das ist doch etwas Anderes, als wenn Schüler sich nur über Portale informieren", erklärte Adelheid Hönes, Abteilungsleiterin für die Jahrgänge 8 bis 10.

Erfahrungsgemäß wird die Hälfte der Gesamtschüler die eigene Oberstufe besuchen. Für die anderen steht die Berufswahl früher an. "Wir haben hier viele Schüler, deren Eltern nicht regulär berufstätig sind und die darum nicht selbstverständlich an Berufsfelder herangeführt werden. Viele empfinden die Schule als geschützten Raum und trauen sich nach 10 Jahren nicht in einen Ausbildungsberuf. Ich bin nicht gegen eine Sonderausbildung, doch sie sollte nicht das Resultat aus einer Mischung von Planlosigkeit und Angst sein", unterstrich Hönes die zuweilen besonders ausgeprägte Dringlichkeit des Themas. Koordinator Ingo Moliner ergänzte: "Wir wollen Hemmschwellen senken und den Blick auf die betriebliche Ausbildung forcieren. Inzwischen sind wir durch Kontakte zu Handwerk und Unternehmen breit aufgestellt".

Gabriele Götze, zuständig für das Schulmanagement der IHK, hatte Schule und Unternehmen zusammengeführt. "Durch die Zusammenarbeit funktionieren hier schnelle, kurze Wege. Wenn Schüler mal einen Geschäftsführer kennenlernen, merken sie, dass er gar nicht so unheimlich ist", betonte sie. Christian Hermann ist überzeugt, dass die Kooperation für beide Seiten Vorteile bietet: Junge Menschen gewinnen Zukunftssicherheit und die Firmen Möglichkeiten, Nachhaltigkeit zu gestalten. "Wir sind in Eicken ansässig, und wenn wir so etwas in heimischen Gefilden machen können, tun wir das gerne", sagte er.

Mit Blick auf die Schüler versicherte Schulleiterin Carolin Mühlen: "Es ist wichtig, dass ihr nicht nur die Schule seht, sondern auch wahrnehmt, wie viele schöne Berufe es gibt. Man kann auch mit einem Beruf glücklich werden, ohne studiert zu haben."

Quelle: RP
 
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