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Mönchengladbach
Kreativ gegen den Leerstand in Rheydt

Mönchengladbach. Mit dem Projekt "Schauzeit" gibt das Quartiersmanagement Rheydt jungen Kreativen im September die Chance, sich vier Wochen lang kostenlos zu präsentieren. Ziel ist es, etwas gegen Leerstand in der Rheydter City zu unternehmen. Von Christian Lingen

Seit vielen Jahren schon beobachtet Martin Knops die Entwicklung der Rheydter Innenstadt. "Ich bin Rheydter und ich finde es traurig, dass es hier so viele Leerstände gibt", sagt er. Nun packt er mit an, damit sich das Bild der Innenstadt verbessert. Martin Knops ist einer von bereits über 20 Bewerbern, die im September an dem Projekt "Schauzeit" teilnehmen möchten. Initiiert vom Quartiersmanagement sollen junge Unternehmer, Künstler und Designer in den Leerständen vier Wochen lang die Gelegenheit bekommen, sich zu zeigen. Und das kostenlos. Finanziert wird das Projekt vom Quartiersmanagement im Rahmen des Programms "Soziale Stadt Rheydt".

"Unsere Idee ist es, etwas gegen die Leerstände zu unternehmen. Vielleicht finden die Ladenlokale nach der Aktion ja neue Mieter", sagt Quartiersmanager Markus Offermann. Begeistert ist er davon, dass die Besitzer der Immobilien großes Interesse an dem Projekt zeigen. Holger König ist einer von ihnen. Ihm gehört das Haus an der Hauptstraße 39. Dort gibt es zwei Ladenlokale. Eines steht seit sechs Monaten leer. "Ich hatte in letzter Zeit mehrere Mieter, die sich alle nicht lange gehalten haben", sagt er und wünscht sich, wieder einen Mieter zu finden, der sich etabliert und lange bleibt. "Das Projekt ist toll. Da das Ladenlokal leer steht, nehme ich gerne daran teil. So kommt wieder Leben rein", sagt er.

Das Projekt soll sich über die gesamte Rheydter Innenstadt erstrecken. Alleine entlang der Hauptstraße habe das Quartiersmanagement 14 Leerstände gezählt. Die meisten Besitzer seien bereit, bei der "Schauzeit" mitzumachen. "Schön wäre es, wenn wir viele unterschiedliche Bereiche abdecken könnten", sagt die Modedesignerin Barbara Schwinges. Sie ist neben David Bongartz von der Wirtschaftsförderung und Stefan Sturm vom Kunstverein Mischpoke eines von drei Jurymitgliedern, die auswählen werden, welche Bewerber teilnehmen dürfen. "Ansprechen möchten wir auch Studenten der Hochschule und des Maria-Lenssen-Berufskollegs", sagt Schwinges. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Martin Knops zum Beispiel möchte Taschen und Accessoires zeigen, die er aus alten Koffern herstellt.

Stattfinden wird die "Schauzeit" vom 29. August bis zum 26. September. Wer mitmachen und sich in einem der leerstehenden Ladenlokale präsentieren möchte, kann sich bis zum 10. Juli beim Quartiersmanagement Rheydt per E-Mail an info@schauzeit-rheydt.de bewerben. "Es wäre toll, wenn zum Beispiel Workshops angeboten würden", sagt Barbara Schwinges. Geöffnet haben werden die Ladenlokale wie ganz normale Geschäfte. "In die Zeit des Projektes fallen auch der Blumensonntag und die Kunstaktion Parcours c/o. Sie werden zum Erfolg beitragen", sagt Schwinges.

Quelle: RP
 
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