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Mönchengladbach
Kreuzweg für Gerechtigkeit führt über sechs Stationen

Mönchengladbach: Kreuzweg für Gerechtigkeit führt über sechs Stationen
Immer dem Kreuz hinterher: Rund 100 Teilnehmer liefen mit. -Foto: arie FOTO: Rp
Mönchengladbach. Natürlich geht Henry mit. "Ich muss das TaK vertreten", sagt er. "Das kann doch nicht die Schwester allein tun." Henry ist regelmäßiger Besucher des Treffs am Kapellchen, hilft dort, wo er kann und zieht jetzt hinter dem großen gelben Kreuz und dem Banner von der evangelischen Hauptkirche in Rheydt durch die Innenstadt bis zum Jugendtreff St. Marien. Mit ihm beteiligen sich etwa hundert Teilnehmer am zweiten Ökumenischen Kreuzweg, der Antworten auf die Frage "In welcher Gesellschaft wollen wir leben?" sucht.

Aufgerufen zur Teilnahme hat der Katholikenrat, der schon für die Premiere des Kreuzwegs im vergangenen Jahr im Gladbacher Zentrum verantwortlich war. Immer gemeinsam mit Partnern vor Ort. "Diesmal sind vor allem Rheydter Akteure dabei", erklärt Hans-Peter Katz vom Katholikenrat den Wechsel von einem Stadtzentrum ins andere. Der Katholikenrat Mönchengladbach sieht sich als Vertreter der Laienchristen, die sich im Sinn von Papst Franziskus für das Grundrecht auf ein würdiges Leben für alle einsetzen.

Der Kreuzweg beginnt in der evangelischen Hauptkirche mit einer kurzen Andacht, bei der Pfarrer Stephan Dedring zum christlich motivierten Einsatz für Solidarität und Gerechtigkeit aufruft. Es folgen sechs Stationen, die sich unterschiedlichen Themen widmen, immer gestaltet von einer der einladenden Einrichtungen. Die erste Station steht unter der Überschrift "Teilen macht reich". Schwester Luzia vom Treff am Kapellchen erzählt von einem ihrer Besucher, der sich mit dem Sammeln von Flaschen durchbringt und sich um eine weggeworfene Pflanze sorgt.

Mit Gesang und von überraschten Passanten beobachtet geht es weiter zur Stresemannstraße, wo Vertreter der GdG Rheydt-West von ihrer Arbeit in einem Laden und Café für Bedürftige berichten. Weitere Stationen werden vom SKM, dem Katholischen Verein für Soziale Dienste Rheydt, der Kolpingfamilie Mönchengladbach, dem Jugendtreff St. Marien und der evangelischen Jugendkirche in Rheydt gestaltet. Die Jugendkirche hat sich etwas Besonderes ausgedacht: Sie haben Luftballons dabei, die beschriftet sind. "Schüchtern" steht darauf oder "unsichtbar". Die Ballons lassen sie mit lautem Knall platzen, um Raum für das Gegenteil zu schaffen - für Mut und gesehen zu werden.

(arie)
 
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