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Mönchengladbach
Künstler zeigen sich den Literaten der Karnevalsgesellschaften

Mönchengladbach. Es ist eigentlich noch ein bisschen früh für Karneval. Doch genau jetzt ist die Zeit, in der die Gesellschaften die letzten Programmpunkte festzurren. Wer noch Platz im Programm hat, der sucht nach Künstlern, die er buchen kann. Genau die richtige Zeit also, um einen Vorstellabend zu feiern. Das tat nun der Künstlerstammtisch "Künstler im Karneval" im Haus Dahlen. Besonders überzeugen konnte dabei das Tanzcorps Blau-Weiß Vilkerath. Die Truppe aus dem Bergischen zeigte spektakuläre Flüge quer über die Bühne und atemberaubende Hebefiguren bis in die dritte Etage. Für so viel Körperbeherrschung und Akrobatik gab es vom Publikum stehenden Applaus. Auch die Showtanzgruppe Revolution aus Hückelhoven überzeugte. Die Gruppe zeichnet sich durch kraftvolle Bewegungen zu mitreißenden Liedern aus und steigt im Publikum auch schon einmal auf die Tische. Von Christian Lingen

Nach drei Jahren Pause feierte der Künstlerstammtisch wieder einen Vorstellabend. "Ursprünglich waren wir nur auf den Karneval ausgerichtet. Nun öffnen wir uns auch für Künstler, die bei Schützenfesten oder anderen Feiern auftreten", erklärte Michael Esser, der Chef des Stammtischs. Und so sang die Gruppe De Rollmöps "Ohe Weihnachten" auf die Melodie von "Feliz Navidad" und davon, wie es ist, an Heiligabend noch keinen Baum zu haben. Dudelsackspieler Freddy the Piper stimmte "Tochter Zion" an. Weitere Musik gab es von den Poether Showfanfaren, die einen Mix aus Karnevalsmusik und Schlager lieferten. Der singende Trompeter Hans Speit ahmte Louis Armstrong nach, und Howie und die Bäckies präsentierten eine Parodieshow als stilisierte Mallorca-Urlauber.

Die Literaten der Gesellschaften, die beim Vorstellabend des Künstlerstammtischs dabei waren, suchten auch Redner. Auch ihr Bedarf wurde gedeckt. Stewardess Marina begrüßte die Gäste der holländischen Airline "Der fliegende Caravan". Anders als in den Vorjahren erzählte sie nicht nur aus ihrem Berufsleben, sondern auch andere Witze: "Ich frage mich immer: Warum arbeiten die, die früher die Besten im Verstecken waren, heute bei der Stadtverwaltung?" Im Stile von Bernd Stelter erzählte Ne liebe Jung von seiner pornosüchtigen Ehefrau und trug dabei einen Anzug, dessen Muster es früher einmal als Tapete gab. Überzeugen konnte auch die Kölsche Souldiva. Sie trat so auf, wie es einst die Kölner Legende Trude Herr tat. Auch optisch erinnerte sie an das Kölner Vorbild.

Quelle: RP
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