| 00.00 Uhr

Mönchengladbach
1. FC vor Borussia und Nationalteam

Mönchengladbach: 1. FC vor Borussia und Nationalteam
Ein wichtiger Schritt für die FC-Fußballer: Lothar Rhönisch (Mitte) und Tom Bolzen (links daneben) planten ihn Ende 2011 mit "Rasenmacher" Dieter Tartemann sowie Peter Gerhards und Harald Weuthen von der Stadt. FOTO: Dieter Wiechmann
Mönchengladbach. So einen wie ihn hätte man beim 1. FC Mönchengladbach gerne wieder. Einen Mann mit Herz, Engagement, Ideen, Geld. Doch dieses Kapitel bei Westdeutschlands ältestem Fußballverein ist für Lothar Rhönisch abgeschlossen - jedenfalls als (sehr kompetenter) Sportlicher Leiter, der er "ewige Zeiten" bis 2015 war. Denen, die ihn als neuen 1. Vorsitzenden gewinnen wollten, wenn sein Freund Uwe Röhrhoff jetzt im November Schluss macht, hat er eine Absage erteilt.

Dabei schlägt sein Herz immer noch für den 1. FC: "Noch vor Borussia und der Nationalmannschaft. Am Wochenende suche ich mir jedes einzelne Ergebnis all unserer Mannschaften heraus", gesteht Rhönisch. "Doch ich habe in meinem Leben neue Schwerpunkte gesetzt, will mehr Zeit für meine Familie haben. Mit meinen Enkelkindern zu spielen, zu erleben, wie sie heranwachsen, das macht mir sehr viel Spaß. Sophie ist sieben Jahre, Mia vier. Ich glaube nicht, dass ich noch einmal ein Amt beim FC übernehme. Denn ich kenne mich: Ich kann nur ganz - oder gar nicht."

Gar nicht kann er mehr Fußball spielen: ein Kreuzbandriss vor einem Jahr, bei einem Spiel des "FC Medici" ausgerechnet, dem Team, das vor allem aus Ärzten besteht. Auch ans Golfen kann Rhönisch vorläufig nicht mehr denken. Aber Fußball war eh seine Leidenschaft. Von der E-Jugend bis in die Landesliga hat er gespielt, als technisch guter Mann im Mittelfeld - mit nie erlahmendem Kampfgeist.

Nun hat er sein Fahrrad, macht ausgedehnte Touren am Niederrhein und nach Holland. Und da sind die beiden Enkelinnen.

(oes)
 
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Mönchengladbach: 1. FC vor Borussia und Nationalteam


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.