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Mönchengladbach
51 Künstler. 37 Ateliers. 9 Veranstaltungsorte.

Mönchengladbach. Die Eröffnung des Sonnenhausplatzes ist längst nicht alles: Das Kultur-Wochenende Parc/ours bietet mehr Programm, als man sich an zwei Tagen ernsthaft anschauen könnte. Der Eintritt ist bei den Aktionen und Ausstellungen frei. Von Ludwig Krause

Wer noch einen Beweis dafür benötigt, wie lebendig die Mönchengladbacher Kunst- und Kulturszene ist, sollte am Wochenende ein bisschen mehr Zeit mitbringen. Es ist wieder Parc/ours - und das bedeutet mehr Möglichkeiten, Ausstellungen und Aktionen zu sehen, als man ernsthaft besuchen könnte. 37 Ateliers und neun Veranstaltungsorte laden ein. Es gibt Arbeiten von 51 Künstlern zu sehen - neue wie altbekannten sind darunter. Offene Ateliers, Museen, Galerien und andere Kunstorte in Mönchengladbach - und das bei freiem Eintritt.

Rund 40 Seiten ist das Programm in diesem Jahr dick geworden, das die Macher doch in so einem handlichen Format herausgebracht haben, dass es ohne Probleme am Wochenende mitgenommen werden kann. Am besten kurz einen Überblick verschaffen und treiben lassen. So entdeckt man auch Künstler und Orte abseits der üblichen Namen. Karl-Heinz Heming und Thomas Klein etwa, die unter dem Titel "Natürlich konkret" im Kunstraum No. 10 ihre Werke aus Holz und Glas ausstellen. Die Schafsmänner von Maria Lehnen, die an der Steinmetzstraße 31 zu sehen sind. Oder die Gemälde von Yolanda Encabo (Eickener Straße 71), die sagt: "Ausgangspunkt meiner Bilder sind immer alltägliche Situationen, in denen ich das Ungewöhnliche, manchmal das Geheimnisvolle suche, das sonst nicht unmittelbar erfahrbar ist."

Wohl kaum wird man dabei aber um den Sonnenhausplatz herumkommen. Der wird am Sonntag um 14 Uhr offiziell von Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners eröffnet. Um 14.15 Uhr ist dann ein vertikales Konzert des Jugendsinfonieorchesters der Musikschule Mönchengladbach an der Fassade des Sonnenhauses geplant. Um 14.45 Uhr erfolgt die Übergabe von "Donkey's Way" - jenem Kunstwerk von Rita McBride also, das in den vergangenen Monaten für so viel Gesprächsstoff gesorgt hat. Bis in den Abend hinein gibt es Programm, unter anderem eine Lesung von Ansgar Fabri. Der Autor von drei Psychothrillern und zwei Sachbüchern lässt seine auf 15 Leseminuten angelegte Geschichte im Jahr 2066 spielen: Die Hauptfiguren Mario Grenzwald und Hui Quan nehmen an der Aktion "Donkeys Way 2066" teil, die vom Ministerium für Urbane Denkmalpflege gestartet wird und für die die beiden mehrere Rätsel rund um den Esel lösen müssen. Ihr Weg führt sie vom überwucherten Sonnenhügel durch den versumpften Geropark in einen verwilderten Skulpturengarten und den völlig verwaldeten Hans Jonas-Park bis zum Sonnenhausplatz, von dem nicht mehr viel an das erinnert, was wir heute kennen - zumindest auf den ersten Blick. Um 16 Uhr gibt es außerdem eine offene Diskussion über Kunst, Esel und Wege in der Stadt mit Kunstwissenschaftler Florian Matzner, Tiergartenleiterin Katrin Ernst und RP-Redaktionsleiter Ralf Jüngermann. Enden wird das Programm um 18 Uhr.

Wer sich nicht alleine auf den Weg durch die urbane Kunstszene machen möchte, kann über das Wochenende verteilt auch an mehreren geführten Parc/ours-Touren teilnehmen. Die erste wird eine Radtour mit Claudia Tronicke am Samstag 11 Uhr sein. Treffpunkt ist das Theater Odenkirchener Straße, Ende gegen 14 Uhr. Zu Fuß geht es am Sonntag-Vormittag mit Bernhard Jansen durch die Altstadt, Treffpunkt ist um 14 Uhr der Brunnen am Alten Markt, Ende gegen 17 Uhr. Und am Sonntagnachmittag nimmt Hannah Eckstein die Teilnehmer ihrer Fußtour mit durch Eicken. Treffpunkt ist die Eickener Straße 71. Wer geführt werden und trotzdem individuell unterwegs sein möchte, für den wird auch eine QR-Code-Führung über zehn Stationen angeboten.

Programm: www.co-mg.de/parcours

Quelle: RP
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