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Mönchengladbach
Amüsante Randbemerkungen von Busso Diekamp

Mönchengladbach: Amüsante Randbemerkungen von Busso Diekamp
Hans Dieter Jakubowski, Rolf Keuchen und Carsten Christmann (v.l.); im Vordergrund: Busso Diekamp FOTO: HAns-Peter Reichartz
Mönchengladbach. Busso Diekamp hat ein Buch geschrieben - über seine Zeit als Stadtdirektor und als Kultur- und Schuldezernent in Mönchengladbach. "Randbemerkungen" hat er es genannt. Enthalten sind wunderbare Geschichten - amüsant und pointiert aufgeschrieben und versehen mit historischen Fotos. Der inzwischen 88-jährige Mann mit der Fliege las bei der Buchvorstellung im Rathaus Abtei aus einigen Kapiteln vor. Von Inge Schnettler

Da ging es etwa um sein Vorstellungsgespräch in Mönchengladbach. Einen Tag vorher war die Kaiser-Friedrich-Halle abgebrannt, und der junge Jurist wurde gefragt, ob er im Falle seiner Einstellung das Gebäude abreißen oder instandsetzen würde. Der Westfale Busso Diekamp, der weder die Stadt noch die Halle kannte, machte sich stark für den Erhalt der "historistischen" Architektur. Bei der Rückfahrt sah er die Halle in ihrem gemäßigten Jugendstil. Seitdem schätzte er die Höflichkeit der Mönchengladbacher Ratsherren, die seiner Rede gelauscht hatten, ohne ihn zu unterbrechen.

Wie kam es, dass sich der Puff an der Künkelstraße ansiedelte? Wie vermasselte sich der Künstler Ulrich Rückriem selbst eine große Chance? Wie wurde Marcel Broodthaers Model für van-Laack-Hemden? Diese Fragen beantwortet das Buch von Busso Diekamp. Es berichtet auch, dass Wilhelm Wachtendonk beinahe als Schauspieler Karriere gemacht hätte. Der Oberbürgermeisterstand als nämlich Zettel im Sommernachtstraum auf der Bühne - allerdings unter seinem "Künstlernamen" Otto Wachtendonk.

Das Buch wurde von der Otto von Bylandt Gesellschaft, vom Museumsverein und dem Verein der Freunde des Theaters herausgegeben. Bei der Vorstellung sorgten die Musikschülerinnen Lea Schürings, Johanna Bleyer und Josephine Lucke für den angemessenen musikalischen Rahmen.

Das Buch von Busso Diekamp gibt es für zwölf Euro im Buchhandel.

Quelle: RP
 
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