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Mönchengladbach
Benefizkonzert für die Flüchtlingshilfe

Mönchengladbach. Am Sonntag um 17 Uhr treten Schüler der Musikschule in der Christuskirche auf. Ihr Thema: barocke Musik. Von Angela Rietdorf

Sie wollen helfen und dafür zeigen sie, was sie können: Schülerinnen und Schüler der Musikschule, verstärkt durch Ehemalige, spielen am Sonntagnachmittag barocke Musik von Telemann, Händel und Vivaldi in der evangelischen Christuskirche am Kapuzinerplatz und sammeln dabei Spenden für die Flüchtlingshilfe.

Die Musiker und ihre Lehrer Marion Bleyer-Heck und Klaus Paulsen sind berührt von der Not der Flüchtlinge und haben bereits im September spontan ein Konzert in der Citykirche zugunsten der Schutzsuchenden veranstaltet. "Alle waren mit großem Einsatz dabei", sagt Marion Bleyer-Heck. Die Citykirche war voll, und 2000 Euro konnten der Flüchtlingshilfe im Anschluss zur Verfügung gestellt werden.

Am Sonntag, den 15. November ist nun ein weiteres Benefizkonzert in der Christuskirche geplant. 19 Kinder und Jugendliche und drei Erwachsene sind dabei, die jüngste Teilnehmerin ist gerade acht Jahre. Das Programm wurde verändert, aber wieder steht die Barockmusik im Mittelpunkt. "Die Ensembles spielen wunderbare, aber selten gespielte Stücke", sagt die musikalische Leiterin.

Thematischer Schwerpunkt ist England, deshalb werden unter anderem auch Werke von John Baston oder Robert Woodcock zu hören sein. Aber auch Händel, der einen großen Teil seines Lebens in England verbracht hat, gehört dazu. Die Ensembles und Solisten werden ergänzt und unterstützt durch ein Orchester. Häufig haben die Blockflöten ihren großen Auftritt. "Die Blockflöte gehört zur authentischen Barockmusik", sagt Bleyer-Heck. Sie selbst hat eine Vorliebe für barocke Musik und betont: "Barockmusik ist sehr ausdrucksgeladen und kann absolut fetzig sein." Und ihre Schüler geben ihr recht.

Die jungen Musiker und ihre Lehrer investieren viel Zeit in das bevorstehende Benefizkonzert: Für die Proben gehen einige Wochenenden drauf. "Am letzten Sonntag haben wir uns morgens um 9 Uhr zur Probe getroffen", erklärt Bleyer-Heck. Aber das frühe Aufstehen hat keinen der Teilnehmer gestört. "Es würde nicht gehen, wenn nicht alle an einem Strang ziehen." Auf das einstündige Konzert freuen sich alle. "Bei einem Konzert findet immer ein Wechselspiel, eine Kommunikation mit dem Publikum statt", weiß die Musiklehrerin. Deshalb seien solche Auftritte immer schön, besonders aber, wenn sie dem guten Zweck dienen.

Der Eintritt zum Konzert ist kostenlos, die von den Besuchern erbetenen Spenden gehen komplett an ein Projekt der Flüchtlingshilfe der evangelischen Kirche in Griechenland. Die dortigen Gemeinden, die sich um die erschöpften Neuankömmlinge kümmern, sollen mit dem Geld finanziell unterstützt werden.

Quelle: RP
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