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Mönchengladbach
Christkönigsfest in Wickrath mit Pauken und Hosianna

Mönchengladbach. "Missa pro Virgine et Martyre" ist die Festmesse überschrieben, die gestern in der Pfarrkirche Sankt Antonius Wickrath zum Christkönigsfest erklang. Für den Gemeinschafts-Kirchenchor St. Antonius und St. Mariä Himmelfahrt sowie den Jugendchor der Gemeinde St. Antonius ist das Werk nicht einfach ein Beispiel klassischer Chorliteratur, sondern eine der vielen Kompositionen ihres Chorleiters Gregor Heidel. Entsprechend eng dürfte der persönliche Bezug zum Werk für die Beteiligten gewesen sein. Sie unterstützten homogen und festlich die Eucharistiefeier zum Christkönigsfest, die von Pfarrer Michael Röring zelebriert wurde. In der Predigt setzte sich Röring kritisch mit dem Namen des Festtages auseinander. Im frühen Christentum habe Jesu keine Rolle als König gespielt. Kaiser Konstantin aber habe seine Staatstheorie in das Christentum hinüber geführt. Von Angela Wilms-Adrians

Heidel grenzt durch den Einsatz des zweiten Vornamens Maria seine kompositorische Arbeit von der des Kirchenmusikers und Chorleiters ab. Die 2007 vollendete Festmesse für vier bis sechsstimmigen gemischten Chor und große Orgel hat er als klassisches Ordinarium aufgebaut. Der Chor trug Kyrie, Gloria, Credo und Sanctus vor. Das Agnus Dei fehlte aus Zeitgründen. Der abschließende Propriumsteil "Audi filia" stellt im Textbezug auf den Gradualgesang für die Feier der heiligen Cäcilia den inhaltlichen Verweis zu den Märtyrern und Jungfrauen des Titels her. Der Chor führte das Kyrie zu Gabriele Schmitz´ Orgelspiel in ruhiger und weich abgerundeter Intonation ein. Freudig bewegt setzte er davon das Gloria ab, zu dem die Glocken von Mechthild Heidels Schlagwerk mahnend nachhallten.

Einfühlsam gelangen die Dialoge zwischen den Frauen- und Männerstimmen. Der andachtsvolle Ausdruck des Credos fand seinen Gegenpol im eindringlich servierten Sanctus. Die Sängerinnen und Sänger ließen die Hosianna-Rufe in feierlichen Steigerungen freudig emporschwingen. Paukenschläge unterstützten festigend und festlich den ausdrucksvollen Klang. Zum "Audi filia" beendeten Chor und Organistin in behutsamer Stimmführung die Komposition von Gregor Heidel.

Quelle: RP
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