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Flötentöne
Docphon begeistert im Messajero

Mönchengladbach. Die Dead Guitars erhalten großes Lob aus berufenem Mund. Und die Bucket Boys, Wochensieger in einer WDR 2-Hitliste, spielen am Samstag in Neuss. Von Horst Pawlik

Großes Lob aus berufenem Mund für das jüngst veröffentlichte "Shelter"-Album der Dead Guitars: "Welch tolles Album. Großartige Lieder, wunderschönes Gitarrenspiel, klasse Gesang", äußerte sich in Brasilien jetzt Mission-Sänger Wayne Hussey geradezu überschwänglich über die jüngste CD-Veröffentlichung der Band aus Mönchengladbach. Der Wave-Rocker mit internationalem Kult-Status verkündet auch gleich sein Lieblingsstück auf dem Silberling: "Wooden Head". Mit The Mission verbindet die Dead Guitars eine enge Freundschaft. Begründet wurde sie 2008 während einer gemeinsamen Europatour.

"Ungeschlagen, trotzdem raus. Das sind halt die Spielregeln der Radio-Show", sagt Michael Lange, Sänger der Bucket Boys. Mit ihrem Song "April, May and June" schafften die Musiker aus Mönchengladbach jetzt das Kunststück, drei Wochen lang als Sieger die Hitparade in der WDR 2-Sendung "Made in Germany - Szene NRW" anzuführen. Rekordverdächtig: Bei ihrer zehnten Teilnahme an der Sendung haben die Bucket Boys ihre Erfolge als dreifacher Wochensieger in April und Oktober 2014 sowie im Mai 2015 wiederholen können. Wer den Sieg mit den Jungs feiern will: Am Samstag, 20. Februar, gastieren die Bucket Boys im Lokal "Hamtorkrug", Büttger Straße 3, in Neuss.

Die Musiker von Docphon nehmen für sich in Anspruch, auf der Bühne kompromisslos, laut und dreckig zu klingen. Diese Zutaten verhindern zwar manch öffentliches Konzert. Talent und Genre helfen dem jungen Instrumental-Trio allerdings immer öfter, ihr Vorhaben gekonnt und hörenswert in die Tat umzusetzen. Zumal auch romantische Seiten anklangen. Das lautstärkereduzierte Konzert vor wenigen Tagen im "Messajero" (Club-Betreiber Gregor Herzog spielte erbarmungslos mit dem Limiter) vermittelte mehr als ansatzweise den Anspruch des Trios an die eigene Spielkraft, Technik und Wirkung.

Der furiose Start mit explosionsartigem Getöse voller Spielwitz - einem musikalischen Gewitter gleich - löste beim begeisterten Publikum einen "Wow"-Effekt aus. Derart frech hatte sich hier über die gesamte Spielzeit hinweg schon lange kein Newcomer mehr vorgestellt. Gekonnt zogen die Rocker vom Leder und bedienten von brachial bis virtuos exzellent die ganze Klaviatur.

Livemusik-Tipps: Heute, 20 Uhr im TIG, Eickener Straße 88: "Jazz und mehr", open Session mit dem Last Minute Quartett; heute, 20 Uhr im "Messajero", Sophienstraße 17: "Yes We Jam" u.a.m. René Pütz; Donnerstag, 25. Februar, 20 Uhr im TIG, Eickener Straße 88: "Swing, Funk, Latin": Hutkonzert der Gruppe Bridgeless; Freitag, 26. Februar, 20.30 Uhr, "Rockschicht" Viersen, Bahnhofstraße 55: Benefizkonzert u.a.m. Phönix Rising, Rampage u. Aeverium & Friends; Samstag, 5. März im TIG, Eickener Straße 88: "50 Jahre Old Market Stompers", Jazzfestival mit Jazzbones, OMS u. Joscho Stephan Trio.

Quelle: RP
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