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Mönchengladbach
"Drei Grazien" bietet musikalische Liebeserklärungen

Mönchengladbach. Die Sängerin Larissa Starozhilowa präsentierte in der Friedenskirche 14 Lieder, darunter ein selbst komponiertes Stück. Von Ansgar Fabri

Der Funken sprang schnell über, als Sängerin Larissa Starozhilowa bei der Premiere ihres Kunstprojekts "Drei Grazien" ihre Idee dem Publikum vorstellte: Der Samstagabend in der Friedenskirche sollte eine gesangliche Zeitreise werden, bei deren Abstechern in die verschiedenen Epochen, die Liebe und der Umgang mit Liebe musikalisch erlebbar werden sollte. Am Klavier begleitete sie dabei Elena Satsukevych. Die Kirchenwände zierten Bilder der Künstlerin Eva de Mai, einer Autodidaktin, deren ausdrucksstarke, nahezu fotorealistisch gemalten Portraits und Bilder von Menschen den Besuchern fast das Gefühl gaben, nicht nur Betrachter zu sein, sondern selbst betrachtet zu werden. Bei den Erläuterungen zwischen den Gesangsdarbietungen dozierte Starozhilowa nicht über ihr Thema, sie schwärmte davon.

13 Lieder plus eine Zugabe präsentierte sie in der etwa einstündigen Veranstaltung, die Kirchenbänke waren fast alle besetzt. Die Reise durch die musikalischen Liebeserklärungen der verschiedenen Epochen begann mit Johann Sebastian Bachs "Arie di Giovannini". Passend zum eher strengen und heimlichen Umgang mit der Liebe zur Zeit des Barocks beginnt die Arie mit den Worten "Willst Du Dein Herz mir schenken, so fang es heimlich an."

Doch Starozhilowa präsentierte mit italienischen Arien auch eine andere leidenschaftliche Seite des Barocks, die oft sehr dramatisch ausfiel. Ein Stück aus Mozarts "Die Hochzeit des Figaro" zeigte, dass man die Liebe auch ganz anders darbieten kann. Mozarts Arie von Susanne "Schon klopfet mein liebender Busen" greift das Thema mit Humor und Leichtigkeit auf.

Schließlich war auch ein zeitgenössisches Lied vertreten, dass die Sängerin selbst komponiert und geschrieben hat. Sie vereinte in ihrem "Sehnsuchtslied" mit dem Titel "Lieben und Vermissen", eine typisch russisch klingende Melodie, wie sie es selbst beschrieb, mit deutschem Text. Die Idee dazu sei ihr im Traum gekommen. Mit russischen Arien von Mussorgski und Rimsky-Korsakov ließ sie den Abend ausklingen, nicht aber ohne darauf hinzuweisen, dass weitere Projekte der "Drei Grazien" bereits in Vorbereitung seien.

Quelle: RP
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