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Mönchengladbach
Eine Bilanz: Deutschland - Land der Ideen

Mönchengladbach. Studierende, die über den Campus der Hochschule Niederrhein die Webstuhlstraße am Gebäude des Fachbereichs Textil- und Bekleidungstechnik entlanggehen, können die Tafel neben dem schmuckvollen Türbogen fast nicht übersehen: "Deutschland - Land der Ideen" ist darauf zu lesen und darunter: die Jahreszahl 2006. Die Tafel ist eine Erinnerung an die Auszeichnung, die der Fachbereich Textil- und Bekleidungstechnik für die gemeinsame Bewerbung mit dem Modeunternehmen Ambiente und der Wirtschaftsförderung Mönchengladbach beim bundesweiten Ideenwettbewerb "365 Orte im Land der Ideen" einheimste. Hinter dem Wettbewerb stand die Organisation "Deutschland - Land der Ideen", eine gemeinsame Standortinitiative der Bundesregierung_ und der deutschen Industrie, die durch den Bundesverband der Deutschen_Industrie vertreten wird. Schirmherren der Initiative waren die Bundespräsidenten Christian Wulff und Horst Köhler, letzterer unterzeichnete auch die Urkunde für die Hochschule Niederrhein. Von Ansgar Fabri

Nun ist es zehn Jahre (beziehungsweise 20 Semester) her, dass diese Tafel angebracht wurde, und die Ideen-Bilanz ein Jahrzehnt später kann sich sehen lassen.

Die Innovations- und Recruitingmesse "MG zieht an", die alle zwei Jahre bei Branchenvertretern im Kalender steht, hat sich in den letzten Jahren zur größten textilen Nachwuchs- und Recruitingmesse für die Textilwirtschaft in Deutschland etabliert. Als gemeinsame Veranstalter erwarten der Fachbereich Textil- und Bekleidungstechnik mit der Wirtschaftsförderung Mönchengladbach wieder über 100 Aussteller und circa 7.500 Besucher auf dem Hochschulcampus Mönchengladbach, wenn die Veranstaltung am 18. und 19. Mai 2017 zum zehnten Mal startet.

Ebenfalls alle zwei Jahre, im Wechsel zur Recruitingmesse "MG zieht an", reisen Textiler zum Symposium "MG Open Spaces" an, das dieses Jahr bereits zum dritten Mal stattfand. Um Kontakte und Kommunikation im Textilwesen zu verbessern, wurde die Initiative teXellence gestartet, über die sich 24 textile Unternehmen, Verbände und Institutionen der Region vernetzten. Im Rahmen von teXellence entstand der Forschungsschwerpunkt "RFID", den der inzwischen verstorbene Prof. Rudolf Haug federführend betreute. Außerdem realisierte Prof. Dr. Geilhaupt am Fachbereich ein Projekt mit dem Unternehmen "texplorer". Bei aller Zukunftsgewandheit der Ideen machte man sich am Fachbereich aber auch Gedanken, wie man mit der für Mönchengladbach prägenden textilen Historie in der Gegenwart umgehen kann, und heute können Besucher in der alten Textilmaschinenfabrik Monforts und im neuen Textiltechnikum die größte Textilmaschinensammlung der Welt besichtigen.

Quelle: RP
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