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Mönchengladbach
Faszination Gletscher - im Kunstbunker

Mönchengladbach: Faszination Gletscher - im Kunstbunker
Ein einsamer Kajakfahrer vor einem riesigen Gletscher: Das ist eines der spektakulären Fotos von Ulrich Staege. FOTO: Ulli Staege
Mönchengladbach. Das Eis des Jökulsarlon, die grafischen Muster, die das Moos auf dunkler Lava zeichnet, das satte Grün oder je nach Lichteinstrahlung auch das kräftige Orange der Berge: Das sind die Motive des Fotografen Ulrich Staege, die er während seines Aufenthalts in Island entdeckt und festgehalten hat. 80 Tage hat er den Inselstaat im vergangenen Sommer bereist, die Kamera und das Stativ waren immer dabei. Einige seiner großformatigen Fotos sind ab Samstag, 16. Dezember, im Kunstbunker an der Heinz-Nixdorf-Straße 18 a zu sehen. "Als Niederrheiner fühlt man sich nicht unbedingt auf Gletschern zu Hause", sagt Staege. Aber genau von diesen gehe die Faszination aus, die das Land so einmalig mache. "Die Gletscherschmelze ist zudem ein hochbrisantes Umweltthema." Von Inge Schnettler

Mit seiner im Internet ersteigerten Bergsteigerausrüstung zog er los, schloss sich zunächst einer Gruppe an. "Eine gute Vorbereitung", sagt er. Derart gestärkt ging er alleine los. So klingt eine seiner Beschreibungen: "Wasser fließt überall und schneidet Spalten ins Eis. Es entstehen bizarre und sehr filigrane Eisstrukturen in Zackenmustern - manchmal durchscheinend wie dünnes Papier. Daneben gibt es kleine Senken im Eis mit irre geformten Oberflächen, Wasserfällen und kleinen Hügeln aus schwarzer Vulkanasche."

Staeges Gletscherbilder sind spektakulär. Die Freude an einem besonders beeindruckenden Motiv, und der Versuch, ihm so nahe wie möglich zu kommen, brachte ihn einmal in große Gefahr. Mit dem Stativ unter dem Arm stürzte er schwer. "Die Kamera ist ganz geblieben und mit viel Glück die Knochen auch." Einen Meter geht das Gletschereis in Island Jahr für Jahr zurück. Diese unheilvolle Entwicklung wird durch die Fotografien von Ulrich Staege eindrucksvoll dokumentiert.

Eröffnung: 16. Dezember, 11 bis 17 Uhr, eröffnet; zu sehen dann samstags von 11 bis 17, sonntags von 11 bis 15 Uhr

Quelle: RP
 
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