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Mönchengladbach
Förderpreis der Theaterfreunde für den Tänzer Raphael Peter

Mönchengladbach. Wenn Raphael Peter, Ensemblemitglied des Balletts am Gemeinschaftstheater, eine Kostprobe seiner Kunst gibt, durchströmt ihn eine sinnliche und zugleich bis aufs Kleinste mit Spannung erfüllte tänzerische Kraft. Nuancen werden zu Gesten, Bewegungen beleben jede Form und Haltung. Peters Ballet-Kunst ist frisch und authentisch. Aus seinem Inneren heraus formt er seine Bewegungen. Kein Wunder, dass er sich so gut aufgehoben fühlt in Robert Norths Ensemble und auch derart geschätzt wird, dass er für den Förderpreis der Theaterfreunde vorgeschlagen wurde. Von Christian Oscar Gazsi Laki

"Reden ist Silber, Tanzen ist Gold" hätte in Anlehnung an das Sprichwort ein gutes Motto für die diesjährige Verleihung des Preises durch die Freunde des Theaters sein können. Denn Peter ist ganz ein Mensch des Tanzes und erwies sich im Gespräch mit Reinhold Richter als ein eher wortkarger Gesprächspartner. Dennoch konnte das Publikum im Studio des Theaters den sensiblen Tänzer nun auch als Menschen kennenlernen. "Theatermenschen - persönlich" ist Kult. Dank des mit Witz und Neugierde gewürzten Auftritts von Reinhold Richter. Doch diesmal war es gar nicht so einfach in die Tiefen der Künstlerpersönlichkeit des jungen Schweizers vorzudringen, wenngleich Raphael Peter auf legere Art dennoch viel von sich preisgab.

Er erzählte er von seiner Jugend in seinem Heimatland. Von einer behüteten aber durchaus auch spannenden Zeit voller Bewegungsdrang. Von seinen - auch menschlich - guten Ballettlehrern, seinem Studium in Zürich und München. Er scheint glücklich zu sein, hier in Mönchengladbach - Robert Norths Kunst hat ihn hierher gelockt. Ob er seine Heimat vermisst? Nein, nicht wirklich, er scheint hier nichts zu missen, auch wenn er sich hin und wieder nach mehr Wasser, einem See oder Ähnlichem sehne. Lebensaufgabe und ganze Erfüllung findet er ohnehin im Tanz. Klar sei aber auch, dass natürlich seine Freundin nicht zu kurz kommen darf.

Peter betonte immer wieder die unbändige Liebe zu seinem Beruf, seine Antriebskraft, und er machte deutlich, dass ihm das Sprechen so gar nicht liegt. Aber dafür gab es ja zuvor die Laudatio durch Victoria Bröcker, die auf die besondere Zielstrebigkeit und Kraft, die Peters Tanz zugrunde liegt, verwies. Nicht nur Talent und Begabung seien essenziell, auch ernsthafte Arbeit und Fleiß zeichnen den wahren Künstler aus. Die ehemalige Balletttänzerin, Inspizientin am Theater und Vorsitzende der Gesellschaft für Ballett und Tanz in Mönchengladbach, muss es wissen. Nach diesem besonderen Abend ahnen wir es auch.

Quelle: RP
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