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Mönchengladbach
Große Liebe - Theater und Borussia

Mönchengladbach. Die Revue "Wir sind Borussia" wird am 13. September im Theater uraufgeführt. Die Vorfreude ist riesig. Von Inge Schnettler

In der Borussia-Klause trifft sich der Fanclub "Fohlen forever". Es wird gefachsimpelt, in Erinnerungen geschwelgt, in die Zukunft geschaut - und getrunken. Ab und zu verirrt sich ein Köln-Fan in die Kneipe. Ein Unding. Geht gar nicht. Die Gladbach-Fans beschließen, sich zu rächen. Sie wissen, wo der Hennes grast - das Ziegen-Maskottchen des FC. Sie entführen das Tier und verstecken es im Hobbyraum des Fanclub-Präsidenten. Es passieren kuriose Dinge. Und es geschieht, womit niemand rechnen konnte. Der Sohn des Gladbacher Fanclub-Präsidenten verliebt sich in die Tochter des verhassten Köln-Fans.

So oder so ähnlich geht die Geschichte, die sich demnächst auf der Bühne des Theaters abspielen wird. "Wir sind Borussia" heißt die Revue, die am Dienstag, 13. September, um 19.30 Uhr uraufgeführt wird. "Die Idee liegt eigentlich auf der Hand", sagt Generalintendant Michael Grosse. "Das Theater nimmt gerne Besonderheiten der Region auf." Außerdem haben, so Grosse, Theater und Fußball eine Menge miteinander zu tun. "Es gibt viele Parallelen zwischen Mannschaft und Ensemble, Trainer und Regisseur. Es geht um das Miteinander, Vertrauen, die Einstellung. Wie motiviert man eine Gruppe - eine Mannschaft? Wie agiert eine Mannschaft? Wie ein Ensemble? Das sind im Alltag und in der Ausübung zwischen Sport und Theater unglaublich viele Parallelen."

Die Idee zur Revue stammt von dem Schauspieler und Theater-Produzenten Tobias Wessler. Als er 2010 das Märchen "Prinz Rama" für das Gemeinschaftstheater produzierte, regte er an, Borussia auf die Bühne zu bringen. 2013 begannen die Vorbereitungen, und jetzt steht die Sache. Tobias Wessler und der Kabarettist und Autor Martin Maier-Bode haben die Geschichte aufgeschrieben. "Das war ziemlich einfach", sagen sie. Es wurde nicht nur eine Hommage an den Verein, sondern vor allem eine an die Fans.

Das Geschehen auf der Bühne spielt sich auf mehreren Ebenen ab. Die Basisgeschichte in der erwähnten Borussia-Klause, eine zweite auf der Moderations-Ebene mit dem legendären Duo Günter Netzer (gespielt von Bruno Winzen) und Gerhard Delling (Christopher Wintgens), und zu dem elfköpfigen (!) Schauspieler-Trupp kommen neun Tänzerinnen und fünf Musiker. Ist ja schließlich eine Revue. In der Lothar Matthäus (Paul Steinbach) tanzt und Günter Netzer den Song "Wenn ich nur wüsst', warum mein Haar so ist" aus dem 60-Jahre-Musical "Hair" singt.

Die Begeisterung von Borussia Mönchengladbach für das Theater-Projekt ist riesig. "Der Funke ist voll übergesprungen", sagt Sprecher Markus Aretz. "Die Theaterbesucher können sich auf ganz großes Schauspiel freuen." Tatsächlich ist die Nachfrage nach Karten sehr groß. "Es kommen zu diesem Stück auch Leute, die vorher noch nie oder nur selten im Theater waren", sagt Michael Grosse. Und er ermuntert die Fans, ordentlich mitzusingen, wenn die Fan-Hymnen auf der Bühne erklingen.

Für die Uraufführung am 13. September gibt es nur noch wenige Tickets. Aber, nur Mut, das Stück wird weitere 15 Mal aufgeführt. Und schon vor der Premiere gibt es am kommenden Sonntag, 4. September, eine Veranstaltung im Theater-Café mit Frühstück ab 10 Uhr und Matinee ab 11.15 Uhr.

www. theater-kr-mg.de

Quelle: RP
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