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Mönchengladbach
Joscho Stephan macht Musik für die Seele

Mönchengladbach. Musik muss Qualität haben und unterhalten. Das sagt der Gipsy-Swing-Gitarrist, der am 4. Dezember mit seinem Quartett auf der TIG-Bühne steht. Seine Musik kann auch Schmerzen vergessen lassen, sie kann alle Emotionen wecken. Von Inge Schnettler

Am Ende eines Konzertes hat eine Zuhörerin Joscho Stephan angesprochen und gesagt: "Ich danke Ihnen, ich habe jetzt eine ganze Stunde lang keine Schmerzen gehabt." Das hat den Musiker sehr berührt. Er weiß, dass Musik Emotionen weckt und die Seele berührt. "Das ist wichtig - lachen, weinen, alles", sagt er. Musik kann also auch Schmerzen vergessen lassen. Eine große und gute Erfahrung. "Musik muss Qualität haben und unterhalten", ist eine Aussage des Gipsy-Swing-Gitarristen. Und das meint er genau so. Die Qualität seines Spiels ist unbestritten - der Superhexer an der akustischen Gitarre wird er genannt. Auch als Moderator ist er legendär. "Die Verbindung zum Publikum ist sehr wichtig." Diese stellt Joscho Stephan unweigerlich her, wenn er humorvoll und charmant durch das Programm führt.

Davon kann sich das Publikum am Sonntag, 4. Dezember, überzeugen. Ab 18 Uhr, tritt er mit seinem Quartett im TIG - Theater im Gründungshaus an der Eickener Straße 88 auf. Dann gibt es Gipsy Swing Jazz vom Feinsten. Und - aufgemerkt - an diesem Abend können Fans von Joscho Stephan die allerneueste CD kaufen. Die hat den wunderbaren Titel "Bei Dir war es immer so schön" - in Erinnerung an Hildegard Knef, die diesen schönen Schlager in ihrem Repertoire hatte. Eingespielt hat die CD das Quartett aus Joscho Stephan (Solo-Gitarre), Helmut Eisel (Klarinette), Günter Stephan (Rhythmus-Gitarre) und Volker Kamp (Kontrabass). "Helmut Eisel wird im TIG nicht dabeisein, dafür steht Sebastian Reimann mit seiner Geige mit auf der Bühne."

Joschos Vater Günter Stephan hat seinem Sohn die Welt der Musik eröffnet. "Er hat mit mir schon sehr früh Konzerte besucht." Als Joscho Stephan zwölf war, nahm sein musikbegeisterter Vater ihn mit ins BIS. Da trat der ungarische Jazz-Musiker Attila Zoller auf. "Wir waren beide begeistert, leider waren nur 16 Leute in das Konzert gekommen." Die Musik des Vaters und die Konzerte haben Joscho Stephan geprägt. Nach der Schule machte er eine kaufmännische Lehre, gab seinen Beruf aber schnell auf. "Ich wollte auf die Bühne, ich wollte nichts anderes als Musik machen."

Geschadet habe ihm die Berufsausbildung allerdings keineswegs. "Als Musiker bist du ein Selfmade-Man", sagt er. Da schadet es nicht, wenn man den Computer bedienen, mit Zahlen umgehen, kalkulieren und mit Leuten reden kann. Er sagt: Ich arbeite viel, für keinen anderen Job der Welt würde ich so viel Zeit investieren." Also - alles richtig gemacht. Seit 2003 ist der jetzt 37-Jährige als Musiker komplett selbstständig. Weltweite Auftritte hat er hinter sich, mit großen Musikern hat er auf der Bühne gestanden. "Von den erfahrenen Kollegen habe ich sehr viel gelernt." Joscho Stephan - ein wirklich sympathischer Musiker.

Tickets für das Konzert am 4. Dezember, 18 Uhr, im TIG, Eickener Straße 88, gibt es im VVK für 15 Euro, an der AK für 18 Euro unter 02161 1858280, an info@tig-mg.de und auf ww.tig-mg.de

Quelle: RP
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