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Mönchengladbach
Karnevalistischer Ball bei Dur und Doll

Mönchengladbach: Karnevalistischer Ball bei Dur und Doll
Die Gitarren-AG spielte zusammen dem Blasorchester die Titelmelodie aus dem Film "Mission Impossible". Es war der Auftakt zu einem musikalischen Abend, der rund 600 Zuhörer begeisterte. Das Forum der Bischöflichen Marienschule war damit ausverkauft. FOTO: Detlef Ilgner
Mönchengladbach. Zum Kaiserwalzer tanzte das Publikum mit den Prinzenpaaren durch das Forum der Bischöflichen Marienschule. Fünf Orchester und zwei Chöre machten das Karnevalskonzert einmal mehr zu einem Höhepunkt des Gladbacher Karnevals. Von Christian Lingen

Eigentlich hat das Karnevalskonzert der Bischöflichen Marienschule nicht so wirklich etwas mit der fünften Jahreszeit zu tun. Es ist vielmehr ein Abend, der zum Entspannen einlädt. Und dann schaffen die jungen Musiker der Schule doch den Schwenk hinüber zum Karneval und lassen eine Polonaise durch das Forum der Marienschule ziehen. "Dur und Doll" ist eine Institution. Das Konzert ist aus dem Mönchengladbacher Karneval nicht mehr wegzudenken. Nun wurde das Konzert erstmals zu einer Ballveranstaltung. Als das Sinfonieorchester den Kaiserwalzer von Johann Strauss Sohn spielte, stiegen einige Musiker von der Bühne hinab und begannen zu tanzen. Viele der rund 600 Gäste taten es ihnen gleich. So wurde das Forum zum Ballsaal. Auch die Prinzenpaare Michael II. und Niersia Monika, sowie Philipp I. und Anna-Leonie I. versuchten sich im Dreivierteltakt.

Begonnen hatte der stimmungsvolle Abend mit dem Auftritt der Gitarren-AG. In ihr spielen vor allem junge Schüler. Beim Konzert intonierten sie, unterstützt vom Blasorchester, den Titelsong aus "Mission Impossible". Mit "Good Time" spielte das Orchester das Motto von Dur und Doll. Kinderprinzessin Anna-Leonie I. hörte beim Konzert ganz genau hin. Sie ist selbst Musikerin und beherrscht gleich mehrere Saiteninstrumente. Richtig in Fahrt kam das Publikum erstmals beim Schulchor. Zu "I'm walking" klatschten und wippten die Gäste mit. Gefühlvoll sang der Chor Rachel Plattens "Fight Song". Die beiden Clowns, die durch das Programm führten, schalteten den Chor anschließend per Fernbedienung aus. Die zwei lustigen Gesellen sorgten in den Umbaupausen für Kurzweil.

Gesteigert wurde das Konzert durch das Vororchester. Die Titelmelodie aus "Herr der Ringe" begeisterte ebenso wie "Guantanamera". Beim Rumbastück sangen viele herzlich mit. Elton Johns "Crocodile Rock" rundete den ersten Konzertteil ab. Nach der Pause begann der karnevalistische Teil. Als schüchterne Grundschulkinder verkleidet, zog ein Lehrerchor auf die Bühne. Leicht verängstigt stand die Truppe da und schaute bang ins Publikum. Ihr Auftritt wurde zum lustigsten des Abends. Sie dichteten die "Kayjass", den Klassiker der Bläck Fööss, auf die Marienschule um und sangen anschließend nicht vom "Langen Samstag in der City", sondern von den "Mamas unserer City", die vor der Schule jeden Morgen für ein Verkehrschaos sorgen. Bei "Lehrer wie mir" beklagte das Ensemble, dass sie auch nur Menschen seien.

"Das ist mal ein ganz anderer Termin in unserer kurzen Regentschaft. Wir waren in freudiger Erwartung, als wir herkamen", sagte Prinz Michael. Niersia Monika fühlte sich an ihre Schulzeit erinnert. Prinz Philipp und Prinzessin Anna-Leonie erklärten, dass sie Respekt vor den Kindern haben. "Vor so vielen Leuten Musik zu machen, das ist nicht einfach", sagte die Prinzessin, um kurz darauf, beim Kaiserwalzer selbst Teil des Programms zu werden. Eine ganz andere Musikrichtig stimmte das Sinfonieorchester bei "Lord of the Dance" an.

Höhepunkt eines jeden Dur-und-Doll-Konzertes ist der Auftritt der Big Band. Sie spielte ein Disney-Medley und ließ unter anderem King Louie aus dem Dschungelbuch, Clownfisch Nemo und die böse Cruella De Vil aus "101 Dalmatiner" erscheinen. Zum Schluss wurde es mit einem Hitmix der Höhner noch einmal karnevalistisch, bevor sich traditionell eine Polonaise zu "Die Karawane zieht weiter" durch das Forum der Bischöflichen Marienschule schlängelte. Dieses Mal führte ihr Weg durch ein Meer von Luftballons, die zuvor von der Decke regneten. Und weil es ein Karnevalskonzert ist, hatten sie die Farben des MKV.

Quelle: RP
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