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Mönchengladbach
Kultur in der Stadt begeistert Ministerin

Mönchengladbach: Kultur in der Stadt begeistert Ministerin
Museumsdirektorin Susanne Titz führte Ministerin Monika Grütters durch das Museum Abteiberg. FOTO: Inge Schnettler
Mönchengladbach. Der Abteiberg mit Museum, Münster und Rathaus, der Skulpturenpark und die Esel auf dem Sonnenhausplatz: Monika Grütters machte gestern einen Rundgang und war beeindruckt von dem urbanen Leben und der kulturellen Vielfalt. Von Inge Schnettler

Sie hat sich den Innenhof des Rathauses angesehen, die Lithosteine im Fußboden des Münsters bewundert, sie ist über die Traumstraße von Alex Morrison gewandelt, hat die Kunst im Jonaspark und im Skulpturengarten gesehen, sich über die Esel von Rita McBride auf dem Sonnenhausplatz gefreut, sie wurde exklusiv von Museumsdirektorin Susanne Titz durch das Museum Abteiberg geführt - sie war begeistert.

Die Staatsministerin für Kultur, Monika Grütters, besuchte auf Einladung ihres Parteifreundes, des CDU-Bundestagsabgeordneten Günter Krings, Mönchengladbach. Sie betonte, es handle sich nicht um einen Wahlkampf-Termin, der Besuch sei seit langer Zeit abgesprochen. Nach dem Rundgang sagte sie: "Hier herrscht ein solides städtisches Leben, und hier wird viel Kultur gepflegt."

Auf der Terrasse des St. Vith ließ sie sich den Flammkuchen schmecken. Ihre gutgelaunte Tischgesellschaft bestand neben Günter Krings aus dem Landtagsabgeordneten Jochen Klenner, dem Kulturdezernenten Gert Fischer und dem kulturpolitischen Sprecher der CDU Dieter Breymann. "Wir haben eine Menge zu bieten, und der Bund nimmt Mönchengladbach wahr", sagte Günter Krings. Tatsächlich stehe Deutschland mit seiner Kulturförderung im Vergleich mit anderen Ländern gut da. "Kein Land der Welt tut so viel für die Kultur wie Deutschland, selbst Frankreich und England investieren weniger als ein Prozent des Steueraufkommens in ihren Kulturhaushalt."

Mönchengladbach profitiert aktuell von einem Fördertopf des Bundes für die Provenienzforschung an den 59 Kunstwerken der klassischen Moderne, die sich im Museum Abteiberg befinden. "Die Leitung des Museums hatte einen Antrag auf Förderung gestellt und Gelder bekommen", sagte die Ministerin. Nicht jedes Museum werde von sich aus so aktiv, "deshalb erfolgte der Zuschlag." Es gehe darum auszuschließen, dass sich unrechtmäßige Erwerbungen in der Sammlung befinden. Die Nationalsozialisten hatten die expressionistische Sammlung, die Walter Kaesbach der Stadt in den 1920er Jahren vermachte, beschlagnahmt. Nach dem Krieg wurde versucht, die Verluste zu ersetzen - ein schwieriges Unterfangen, das bald aufgegeben wurde. 20 Gemälde und vier Skulpturen wurden bereits erforscht. Im nächsten Förderzeitraum werden 35 Aquarelle und Grafiken untersucht. "Die Wahrscheinlichkeit ist gering, dass tatsächlich Raubkunst dabei ist."

Günter Krings vergaß nicht, sich für den Zuschuss in Höhe von 250.000 Euro für die Sanierung und damit den Erhalt des Kreuzherrenklosters aus der Bundeskulturstiftung zu bedanken.

Quelle: RP
 
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