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Mönchengladbach
Kulturausschuss: Mahnmal für den Hauptfriedhof

Mönchengladbach. Dezernent Gert Fischer stellte die Jahresprogramme der einzelnen Fachbereiche für das kommende Jahr vor. Von Inge Schnettler

Das Mahnmal für die Opfer der NS-Militärjustiz wird, wenn es nach dem Willen der Mitglieder des Kulturausschusses geht, bald seinen Platz auf dem Hauptfriedhof finden. Die Skulptur, die Professor Heinz Döhmen aus Viersen der Stadt Mönchengladbach stiftet, wird nach einem Entwurf von Georg Ettl gefertigt. Östlich der Totenhalle soll das Mahnmal nahe der Zwangsarbeitergräber errichtet werden. Diese Platzierung führte dann doch noch einmal kurz zu Diskussionen im Ausschuss. Es wurde bemängelt, dass der Ort auf dem Hauptfriedhof zu versteckt für das Mahnmal sei, eine auffälligere Aufstellung sei wünschenswert gewesen. Den Platz hatte allerdings Heinz Döhmen selbst befürwortet, das entkräftete den Einwand. Der Hinweis allerdings, dass die Zwangsarbeitergräber schlecht zu finden seien, weil der Schriftzug, der einst den Weg wies, inzwischen unleserlich geworden sei, fand Gehör. Kulturdezernent Gert Fischer versprach, den Hinweis zu erneuern.

Er fasste anschließend die Jahresprogramme der einzelnen Fachbereiche zusammen, lobte dabei insbesondere das Engagement für Flüchtlinge in den Bibliotheken. "Integration geht nur über Sprache und Lesen", sagte er. Wichtig sei, in Zukunft alle Bibliotheken auch sonntags zu öffnen. Eine wichtige Personalie gab Fischer bekannt. Die Oberkustodin des Musuems Abteiberg Hannelore Kersting wird Mitte 2017 in den Ruhestand gehen. Die Stelle wird ausgeschrieben. Im September 2017 wird das alte Museum an der Bismarckstraße noch einmal reaktiviert - zur Erinnerung an den ehemaligen Museumschef Johannes Cladders. "Darauf bin ich richtig gespannt", sagte Fischer.

Im Museum Schloss Rheydt wird es im kommenden Jahr eine große Ausstellung zum Thema Reisen geben. Und im Textil-Technikum soll - in Zusammenarbeit mit der Sozialholding die museumspädagogische Arbeit für Senioren ausgebaut werden. Die Lehrer der Musikschule werden in Zukunft mehr freiwilligen Unterricht in den Schulen anbieten. "Wegen der verlängerten Unterrichtszeiten kommen die Kinder nicht mehr zu uns."

Das Kulturbüro überdenkt das Konzept für "Nachaktiv", und für das Gemeinschaftstheater wird das Projekt "Theater mit Zukunft III" vorbereitet. "Ich bin guter Hoffnung, dass das alles klappt."

Quelle: RP
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