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Mönchengladbach
LiedGut - den Sängern ganz nah sein

Mönchengladbach. Das Kunstlied ist die intimste Form des künstlerischen Gesangs: Das sagt Kapellmeister Michael Preiser, der die neue Reihe im Konzertsaal des Theaters organisiert hat und begleitet. Vier Liederabende gibt es in dieser Spielzeit. Von Inge Schnettler

Im Theater wird kommuniziert. Immer - und intensiv. Mit dem Publikum - und miteinander. Und es ist wie im wirklichen Leben: Menschen, die miteinander reden, tauschen Ideen aus, potenzieren diese, finden Möglichkeiten, sie zu realisieren. Und irgendwann ist klar: Das ist gut, das machen wir. So kam es zur neuen Liederabend-Reihe, die in der soeben begonnenen Spielzeit des Gemeinschaftstheaters Einzug ins Programm gefunden hat. "Ich bin in den letzten Jahren immer wieder von unseren Sängern angesprochen worden", sagt Kapellmeister Michael Preiser. "Sie drängten, doch auch einmal einen Liederabend zu machen."

Dann begannen die logistischen Vorbereitungen. "Das war gar nicht so einfach", sagt Operndirektor Andreas Wendholz. "Wir mussten sehen, wo freie Termine sind, wer wann Zeit hat und so weiter." Bei einer so dichten Programmgestaltung keine einfache Aufgabe. Aber es hat geklappt: Die ersten vier "LiedGut"-Abende stehen. Unter der künstlerischen Leitung von Pianist und Dirigent Michael Preiser werden sich Sängerinnen und Sänger des Ensembles und der Opernstudios in moderierten Konzerten dem klassischen Kunstlied widmen. "Das ist die intimste Form des Gesangs", sagt der Kapellmeister. "Das Publikum wird den Sängern sehr nah sein und sie ganz neu entdecken können."

Am Donnerstag, 27. Oktober, 19.30 Uhr, geht es los. Im Konzertsaal des Theaters an der Odenkirchener Straße widmen sich die Künstler der "Schönen Magelone" von Johannes Brahms. Auf der Bühne: Johannes Schwärsky (Bariton), Michael Grosse (Rezitation) und Michael Preiser (Klavier).

Weiter geht es am Freitag, 24. Februar 2017, 18.30 Uhr mit Liedern für Gesang und Klaviertrio von Mieczyslaw Weinberg und Dimitri Schostakowitsch. Die Akteure sind Isabela Matula (Sopran), Julia Danz (Sopran), Agnes Thorsteins (Mezzo), Xianghu Alexander Liu (Tenor), Agnes Izdebska (Violine), Lilian Mann (Violoncello) und Michael Preiser (Klavier).

Am Mittwoch, 22. März 2017, 19.30 Uhr, werden amerikanische Lieder des 20. Jahrhunderts unter dem Titel "Zwischen alter und neuer Welt" geboten. Andrew Nolen (Bass-Bariton), Sophie Witte (Sopran) und Debra Hays (Sopran) singen Werke von Samuel Barber, Dominick Argento und Gian Carlo Menotti. Begleitet werden sie am Klavier von Michael Preiser.

Den vierten und letzten Liederabend der Spielzeit am Dienstag, 27. Juni 2017, 19.30 Uhr, bestreiten die Stipendiaten des Opernstudios: Julia Danz (Sopran), Agnes Thorsteins (Mezzosopran), Xianghu Alexander Liu (Tenor) und Shinyoung Yeo (Bass-Bariton).

"Wir haben am zweiten und am letzten Liederabend Stipendiaten auf der Bühne", sagt Andreas Wendholz. Und das findet er gut: "Sie können sich als Sängerpersönlichkeiten vorstellen, aber ganz anders als in einer Prüfungssituation - einfach mit viel Spaß." Und der soll sich auf die Zuhörer übertragen. Das sollte klappen, denn "wir wissen, dass das Publikum seine Sänger liebt", sagt Andreas Wendholz.

Karten (11,50, erm. 8 Euro) unter 02161 6151-100 und auf www.theater-krefeld-moenchengladbach.de

Quelle: RP
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