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Mönchengladbach
Music Today feierte seinen 25. Geburtstag mit einem Konzert

Mönchengladbach. War in den 1960er Jahren noch die Blockflöte das meistfrequentierte Instrument der kleinen Musikschüler und -schülerinnen, hat sich das in den letzten 50 Jahren doch grundlegend geändert. Beim Jubiläumskonzert der Musikschule "Music Today" am Sonntagabend in der Gesamtschule Volksgartenstraße konnte man auch einem Schüler beim Beatboxen zuhören. Von Sigrid Blomen-Radermacher

Als Klaus Hoesen vor 25 Jahren Music Today, die "Fachschule für Musik", gründete, begann er mit drei Lehrern - heute zählen 34 Kollegen zu seinem Team. Und die Schüler unterschiedlichsten Alters können ihr Wunschfach aus mehr als 20 musikalischen Angeboten wählen. In seiner Begrüßung betonte Hoesen, dass immer das Vergnügen mit und der Spaß an der Musik im Vordergrund stehe und das gemeinsame Musizieren unterstützt werde. Veränderungen im Schulsystem und Veränderungen im Freizeitverhalten der jungen Menschen führten leider dazu, dass das Musizieren zurückgehe.

Doch von einem Rückgang war während des Benefizkonzerts nichts zu spüren. Für das Konzert in der ausverkauften Aula hatte Hoesen mit seinen Kollegen ein breit gefächertes Programm, dass viele Genres bediente, mit einer Vielzahl an Schülern zusammengestellt. 90 Minuten sollte es dauern, aber diese Zeitspanne reichte nicht, nicht zuletzt deshalb, weil die Umbauten einiges an Zeit in Anspruch nahmen. Schließlich standen mal drei Musiker, mal eine vielköpfige Big Band auf der Bühne.

Neben den Schülern der Musikschule, den Ensembles, Solisten und Chören hatte Hoesen Gäste wie zum Beispiel Daniel und Raphael de Alcala eingeladen, die andalusischen Flamenco vortrugen. Die Tanzschule Dreuw steuerte Tanzeinlagen bei. Ein Höhepunkt des Konzerts war der Auftritt von Thorsten Knippertz, der mit leichter Hand die Moderation übernahm, die Gäste auf Trab brachte und der Musikschule mit "The Lady is a Tramp" in Anlehnung an Frank Sinatra ein Geburtstagsständchen brachte.

Das Konzert zeigte einen Querschnitt durch all das, was möglich wird, wenn Kinder und junge Erwachsene ihren Neigungen folgen und den Spaß an der Musik entdecken. Dass da auch mal schiefe Töne dabei sind, gehört quasi zum Programm. Die Vielfalt an Stilen und die Unterschiedlichkeit der Ausführungen charakterisiert schließlich solch ein Programm. Und dass eine Musikschule eine Pianistin (und Preisträgerin) wie die zwölfjährige Jennes Nyari "hervorbringt", die virtuos am Flügel ein anspruchsvolles Stück des russischen Komponisten Rodion Schtschedrin vortrug, gehört auch dazu.

Worauf man hätte verzichten können - auf die vielen unruhigen Konzertbesucher, die es auf ihren Stühlen nicht aushielten und damit unangebrachte Bewegung ins Konzert brachten.

Quelle: RP
 
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