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Mönchengladbach
NRW-Oscar für zwei heimische Filme

Mönchengladbach. Beim 31. Dortmunder Filmtag wurden zwei heimische Filme präsentiert, sie gehören zu den 20 besten nicht-kommerziellen Filmen des Jahres aus NRW: der Reisefilm "Zu Füßen der Tafelberge" von Heidulf Schulze (Filmklub "Kamera aktiv") und der Dokumentarfilm "Es hätte auch alles ganz anders sein können!" von Franz-Josef Thissen (Filmklub "Objektiv").

Ist schon allein die Nominierung für Dortmund eine Auszeichnung, richtet sich aber die Hoffnung aller Autoren darauf, einen der sieben Dortmunder "Willis" zu ergattern. Mit diesem "NRW-Oscars" zeichnet die Jury zusätzlich besondere filmerische Leistungen aus. Für Heidulf Schulze blieb es bei der Erinnerungsplakette, aber Franz-Josef Thissen räumte ab. Mit seiner Dokumentation über das Schicksal der Familie Bronté im England des 19. Jahrhunderts räumte er drei der sieben "Willis" ab. Außerdem erhielt der Film den Sonderpreis der Stadt Dortmund für den besten Dokumentarfilm.

Die Besonderheit von Thissens Bronté-Film ist, dass der Autor die Geschichte aus der Perspektive des Vaters erzählt. Dieser muss den Tod aller acht Familienmitglieder miterleben, darunter seine drei heute als Schriftstellerinnen weltberühmte Töchter. Er stirbt als Letzter, 86-jährig. Die Jury zeichnete den Film aus mit den "Willis" für die "Beste Textgestaltung", als "Besonderer Film" und als "Bester Film" des Festivals.

Franz-Josef Thissen ist Gründungsmitglied des Filmklubs "Objektiv", hat 2008 die Filmschule des Klubs besucht und nahm 2010 erstmals an einem Filmwettbewerb teil. Sein besonderes Interesse gilt Themen mit biografischem Hintergrund.

Mit einem Film über Claude Monet schaffte er 2013 erstmals die Teilnahme an einem Festival auf Bundesebene, ebenso wie auch mit seinen nachfolgenden Filmen über Max Liebermann und Johann Wilhelm Preyer. Mit seinem jüngsten Film kann er nun seinen bisher größten Erfolg feiern.

Quelle: RP
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