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Mönchengladbach
Rabaue und Kempes Feinest: Kölsche Tön' beim Musiksommer

Mönchengladbach. Das zweite Open-Air-Konzert im Reigen des NEW-Musiksommers bewies: Die Gladbacher können Karneval auch im Sommer. Von Angela Wilms-Adrians

Ein karnevalistischer Frühschoppen mitten im Sommer wäre bisher allenfalls bei den Kölnern vorstellbar gewesen. Doch das zweite Open-Air-Konzert im Reigen des NEW-Musiksommers bewies, so etwas können die Mönchengladbacher auch. Die Newcomer Kempes Feinest und die alt bekannte Band Rabaue heizten mit kölschem Liedgut die Stimmung im Bunten Garten auf. Mehr als 2000 Besucher hatten sich am Brunnen vor der Konzertmuschel sowie auf der angrenzenden Wiese eingefunden.

"Dieses Konzert wird in die Annalen der Stadt eingehen", behauptete Frank Nießen euphorisch. Den schweißtreibenden Temperaturen zum Trotz hatte er eigens für die Moderation eine rote Frackjacke aus der Karnevalskiste mitgebracht. Für das kommende Jahr versprach der Moderator launisch ein "karibisches Frühstück" und seinen Auftritt im Bast-Röckchen. Da beide Gastbands ihre Wurzeln in Grevenbroich haben, sah Nießen das Konzept gewahrt, zum Musiksommer Bands und Ensembles aus Mönchengladbach und Umgebung auf die Bühne zu bitten.

Die erst im vergangenen Jahr gegründete Band Kempes Feinest besorgte das Warm-Up. Die quirlige Frontsängerin Nicole Kempermann fegte tanzend über die Bühne und hatte zu Vertellchen, Herz- und Schmerzliedern "et Hätz" auf der Zunge. "Das ist die Tina Turner vom Niederrhein", pries Nießen die blonde Hutträgerin, als diese abseits der kölschen Töne zu "Simply the Best" ihre rockige Seite gezeigt hatte.

Nach der Pause sorgten die Rabaue für Partystimmung pur. "Hände noch oben", rief Sänger Alexander Barth, und die Menge an der KFH gehorchte nur zu gerne. Dann ging es los mit "Ich möchte so gerne mit dir allein auf einer Insel sein". Die Rabaue hatten ihre Klassiker mitgebracht, aber auch brandneue Lieder, wie "Du bist Fastelovend" für die kommende Session und das schwungvolle Freundschaftslob "Jede Minsch". Hier war Drive und Tempo von Anfang an. Die Fans winkten und wiegten sich im Rhythmus, sangen inbrünstig die Refrains mit. Natürlich gab es "die Ode, auf das schönste Fleckchen Erde, das Gott geschaffen hat". Mancher Gladbacher mochte diesen Bezug ummünzen auf sein Fleckchen Erde beim Konzert.

Selbstverständlich wurde auch dieses Mal für eine soziale Einrichtung vor Ort gesammelt. Das Netzwerk Bunter Garten erhielt für seine Arbeit eine Unterstützung in Höhe von 1745 Euro. Vize-Vorsitzender Jochen Potz hatte in der Pause berichtet, dass der Verein die Spende für die Beleuchtung und zur Ergänzung des Mobiliars im Bunten Garten verwenden will.

Quelle: RP
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