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Mönchengladbach
Requiem-Konzert in der Grabeskirche

Mönchengladbach. Tolles Programm mit dem Requiem von Fauré und Francks "Die sieben Worte Jesu am Kreuz". Von Gert Holtmeyer

Es war bereits das siebte Requiem-Konzert, das seit der Umwandlung der Eickener Kirche St. Elisabeth in eine Grabeskirche stattfand. Ganz offensichtlich wird dieses Angebot angenommen. Die Stuhlreihen waren vollgefüllt, und das Programm war mit dem Requiem von Gabriel Fauré und César Francks "Die sieben Worte Jesu am Kreuz" ebenso attraktiv wie anspruchsvoll. Die beiden Werke passen stilistisch gut zueinander; beide wurzeln tief in der musikalischen Ästhetik der französischen Romantik. Eindrucksvoll gelang gleich der Beginn mit einem großartigen Sopran-Solo. Erst im vergangenen Jahr erhielt die junge Sängerin Sophie Witte, festes Ensemblemitglied am Theater Krefeld-Mönchengladbach, den Förderpreis der Gesellschaft der Freunde des Krefelder Theaters.

An der Förderung ihrer Stimme ist in der Tat nichts auszusetzen. Im Prolog "O vos omnes" in Francks Komposition imponierte sie mit ihrer hervorragend ausgebildeten, kraftvoll-durchsetzungsfähigen Stimme. Mitreißend sangen auch ihre solistischen Kollegen. Thomas Peter, seit Jahren beliebter Gast in Mönchengladbacher Oratorien-Aufführungen, überzeugte auch diesmal mit seinem sonoren, ausdrucksstarken Bass. Mit einem strahlenden Tenor gefiel Giovanni da Silva.

Gut einstudiert waren auch der Münsterchor St. Vitus und das Junge Vokalensemble der Musikschule. Kultiviert erklangen die a-cappella-Partien im Offertoire des Fauré Requiems, wuchtig die Forte-Passagen. Gut ausbalanciert war die Relation der Lautstärke zwischen Chor und Orchester.

Auch das Orchester der Münstermusik hinterließ einen ausgezeichneten Eindruck. Besonders gefordert sind bei Fauré die tiefen Streicher. Obwohl die Streicher nicht übermäßig zahlreich besetzt waren, klangen sie unter den akustischen Bedingungen der Kirche voluminös - also genau richtig. Um der Gerechtigkeit willen darf natürlich nicht vergessen werden, dass auch Bläser, Pauken und Orgel (Heinz-Josef Clemens) einen tadellosen Beitrag zum Gelingen ablieferten. Klaus Paulsen hatte alles sehr gewissenhaft einstudiert und bewährte sich als zuverlässiger Gesamtleiter.

Herzlicher Beifall dankte allen Mitwirkenden. Mit den Requiem-Konzerten in der Grabeskirche St. Elisabeth scheint sich eine Tradition zu festigen, der man eine lange Zukunft wünscht.

Quelle: RP
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