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Mönchengladbach
Schlosskonzerte starteten unterhaltsam mit Quartett VerQuer

Mönchengladbach. Mit einer ungewöhnlichen Klangreise startete die Reihe der Schlosskonzerte in die neue Saison. Sein Mönchengladbach-Debüt gab VerQuer, ein modernes Querflötenquartett, das nach eigener Aussage "vor nichts Halt macht". Mit verschiedenen Querflöten - von Piccolo bis Bassquerflöte - wechseln die vier Musiker zwischen den Stilen und Welten. Das Konzert begann, passend zum Raum, mit Telemanns Konzert für vier Flöten, in dem VerQuer seine technische Souveränität gleich zu Beginn demonstrieren konnte.

Vom Barock ging es ins 20. Jahrhundert mit Dubois' "Quatour pour flutes", dessen spieluhrartiger Kopfsatz Grundlage zu einer effektvollen kleinen Quartett-Performance bot. Heiner Wibernys Komposition "Ulla in Afrika" ist im Original für vier Saxofone geschrieben, klingt aber auf vier Flöten viel besser, erklärte VerQuer selbstbewusst. In atemberaubendem Tempo spielte das Quartett Rock, Jazz, Tango, Barock und Klassik in kunterbunter Abfolge und dabei dramaturgisch so geschickt gemixt, dass das amüsierte Publikum die kuriose Klangreise mit wachsender Begeisterung begleitete.

Nach Bachs Bourée gab es als stürmisch erklatschte Zugabe die quasi unvermeidliche Badinerie. Ein erfrischender Auftakt der Schlosskonzerte, der allen Altersgruppen gerecht wurde.

(kd)
 
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