| 00.00 Uhr

Mönchengladbach
Tschüss, bis zum nächsten Jahr

Mönchengladbach. Die Sommermusik Schloss Rheydt ist beendet. Schön war's. Die Mischung stimmte, es wurde beste Musik geboten, es war anspruchsvoll, witzig, besinnlich. Die Atmosphäre im stimmungsvoll illuminierten Schlosshof ist unübertroffen. Von Inge Schnettler

Nun ist also die Sommermusik schon wieder zu Ende. Schade. Es waren viele unvergessliche Momente, die den Besuchern geschenkt wurden - musikalische Leckerbissen, Komisches, Besinnliches. Den Abschluss des diesjährigen "Open Air mit Flair" machten am Samstagabend FUN & Friends, am Sonntagmorgen jazzte Walter Maaßen mit seiner Boarderland Band und mit Gästen, und am letzten Abend stand Götz Alsmann auf der Sommermusik-Bühne. Ein würdiger und absolut hochklassiger Abschluss der zehnten Folge des beliebten Festivals am Schloss Rheydt.

Wenn Günter vom Dorp, der Erfinder und Organisator der Sommermusik, mit seiner Band abrockt, muss die FUN-Familie nicht lange gebeten werden. Sie ist da. Der Band-Leader muss nur die ersten drei Worte eines Songs anstimmen, schon wird aus dem Publikum ein vielstimmiger, textsicherer und begeisterter Chor. Das gelang bereits beim ersten Lied "Sergeant Pepper" von den Beatles. Es ging fein weiter mit "All I need is the air, that I breathe", "I can hear music", "Can't buy me love" und, und, und. Günter vom Dorp ging ab - ja, ganz ehrlich - wie ein Flummi. Er trotzte den tropischen Temperaturen und rockte, hüpfte, tanzte, als wenn's kein Morgen gäbe. Und das in Anzug, Hemd und Krawatte. Alle Achtung!

Das hochambitionierte Jugendsinfonieorchester unter der Leitung von Christian Malescov nahm die Stimmung voll auf. Wenn die jungen Musiker gerade nicht spielten, sprangen sie auf, klatschten den Takt, warfen Luftballons hoch. So etwas macht Laune. Dazu kamen die wunderbaren Sängerinnen vom Frauenchor Stimmlich mit der Solistin Nadine Stapper. Das Gesamtpaket überzeugte - wie immer.

Den Schlussakkord setzte Götz Alsmann. Er und seine Band machten nicht nur mit ihren Broadway-Songs beste Laune. Götz Alsmann, der kongeniale Entertainer, moderierte zwischendurch intelligent und komisch - nein, das ist zu wenig - zum Brüllen war's. Die Band - bestehend aus Michael Ottomar Müller, Altfried M. Sicking, Rudi Marhold und Markus Paßlick - war ebenso wie Alsmann in bonbonfarbenes Jackett, weißes Hemd mit geknüpftem Halsbändchen gewandet. In Erinnerung an "Big Bobby Bingo", wie Alsmann verriet. Dieser Herr hatte den kleinen Götz bei den Otto-Modenschauen begeistert, die er mit seiner Mutter besuchen musste. Tolle Geschichte!

Und dann hat es ja während des Konzerts von Walter Maaßen auch noch den Kulturpreis der Sommermusik gegeben. Seit 2011 wird der an Kulturschaffende gegeben. Zum allerersten Mal wurde eine Frau geehrt - Bärbel Lenz. Der kulturpolitische Sprecher der SPD, Bürgermeister Ulrich Elsen, hielt die Laudatio. Die ehemalige Kulturamtsleiterin, Mitinitiatorin der Ensemblia und der Skulpturenmeile, Förderin der freien Szene, Kämpferin für das Theater erhielt nicht nur einen Blumenstrauß, sondern auch eine Skulptur von Thomas Jentgens mit dem Titel "Muse der Sommermusik" und ein Bild von Elisabeth Brunen. Bärbel Lenz bedankte sich bei allen Mitstreitern in der Kultur.

Quelle: RP
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Mönchengladbach: Tschüss, bis zum nächsten Jahr


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.