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Mönchengladbach
Vorfreude auf Ensemblia

Mönchengladbach: Vorfreude auf Ensemblia
Der junge italienische Perkussionist Simone Rubino macht den Auftakt bei der Ensemblia 2017. FOTO: Marco Borggreve
Mönchengladbach. Fünf Tage, 18 Orte, 27 Veranstaltungen, 300 Musiker und Künstler: Klassisches, Überraschendes, Kurioses - das ist die Ensemblia 2017. Mit einem Paukenschlag geht's los. Der junge italienische Perkussionist Simone Rubino sorgt am Mittwoch, 21. Juni, ab 20 Uhr mit seinem Programm "Immortal Bach" in der Citykirche für mächtig Trommelwirbel. Von Inge Schnettler

Das Festival endet experimentierfreudig: Beim Abschlusskonzert am Sonntag, 25. Juni, 18 Uhr, im Münster treffen der Saxophonist Hayden Chisholm, der Cellist Anil Eraslan und der Trompeter John-Dennis Renken zum ersten Mal aufeinander, um miteinander zu improvisieren.

Zwischen Auftakt und Abschluss liegt ein Veranstaltungs-Marathon: In Schulen, im Museum Abteiberg, in Schloss Rheydt, im Theater, in Kirchen und Cafés, in der Kaiser-Friedrich-Halle, im Haus Erholung, im BIS-Zentrum, im Silo des Kunstvereins MMIII, in der Werkstatt für Veränderung, im Eickener TIG, in der Musikschule "Music today" und im Coworking Space CO 21 an der Hindenburgstraße wird Kultur geboten. Es wird nicht möglich sein, alles zu hören und sehen. Deshalb sollte sich der Kulturfreund rechtzeitig mit dem Programm vertraut machen und seine Favoriten auswählen. Alle wichtigen Informationen gibt es auf www.ensemblia.de.

Die Auswahl wird nicht leicht fallen, gibt es doch reichlich Veranstaltungen, die absolut verlockend sind. Etwa die Uraufführung des von Rüdiger Blömer für die Ensemblia komponierten Werks "Chaconniade", das vom Jugendsinfonieorchester der Musikschule unter der Leitung von Christian Malescov am Freitag, 23. Juni, ab 20 Uhr in der Kaiser-Friedrich-Halle vorgetragen wird. Ein Konzert, von dem Malescov selbst sagt, es sei höchst anspruchsvoll, nicht wirklich schön, könne aber die Zuhörer durch die ständige Wiederholung einzelner Takte in Tiefschlaf oder Trance versetzen.

Im Museum Abteiberg präsentiert Thomas Brinkmann, einer der international wichtigsten Vertreter der elektronischen Musik, am Donnerstag, 22. Juni, 19.30 Uhr, ein Live-Set mit dem Multi-Instrumentalisten Oren Ambarchi und der Komponistin, Performerin und Künstlerin Crys Cole. Ebenfalls im Museum Abteiberg wird Marc Romboy, in Rheydt geborener, weltweit performender Komponist und DJ der Technobewegung, am Samstag, 24. Juni, ab 21 Uhr erstmals in seiner Heimatstadt eine Live-Komposition präsentieren, in der er zusammen mit seinem Berliner "Partner in Crime" Ali Khalaj, dem Mainzer Jazzpianisten Ulf Kleiner und der Ulmer Cellistin Anne Schumacher in den Klangkosmos seiner Kindheit eintaucht.

"Schattenvögel" ist ein audiovisuelles Konzert am Freitag, 23. Juni, ab 22.30 Uhr in der Grabeskirche St. Elisabeth an der Bergstraße in Untereicken. Es verbindet die Schattenmotive der Mönchengladbacher Künstlerin Brigitte Zarm mit der medialen Inszenierungsform des Videos und Lichts von Kai Welf Hoyme und der elektronisch verfremdeten Musik von Markus Bongartz.

Die Niederrheinischen Sinfoniker sind mit zwei Kammerkonzerten in der Ensemblia vertreten. Im Theater Mönchengladbach ist Patrick Süskinds Monolog "Der Kontrabass" mit einem anschließenden Solokonzert des Bassisten Achim Tang zu erleben.

Beim traditionellen Kulturfrühstück im BIS-Zentrum am Sonntag, 25. Juni, 11 Uhr, lädt das Duo Aventure mit dem Klarinettisten Walter Ifrim und dem Fagottisten Wolfgang Rüdiger das Publikum zum Mitatmen ein.

Darüber hinaus umfasst das Ensemblia-Programm Lesungen und Ausstellungen, Musik zur Marktzeit und eine Heilige Messe. Auch für Kinder und Jugendliche hat das Festival einiges zu bieten: von Lesung und Workshop in Schulen über einen Workshop für junge Bassisten bis zum Kinderkonzert mit Alpcologne, einem originellen Alphorn-Abenteuer mit viel Musik, Spannung und Humor.

Der Eintritt ist zu fast allen Veranstaltungen der Ensemblia frei.

Quelle: RP
 
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