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Mönchengladbach
Was Süßes zur Musik

Mönchengladbach. Genuss fürs Ohr und für den Gaumen - somit für die Seele und irgendwie unterm Strich für alle Sinne - werden Musikfreunde am Freitag, 7. Oktober, in der Citykirche bei der 10. Gladbacher Nachtmusik mit dem Art-Ensemble aus Düsseldorf erleben. Das verspricht das Programm, und das stellt auch Miro Dobrowolny in Aussicht. Der Gladbacher Komponist, Geiger und Musiklehrer an der städtischen Musikschule sagt: "Acht Komponisten, vier aus Nordrhein-Westfalen und vier aus Sachsen, haben gemeinsam ein synästhetisches Projekt mit dem Titel ,Musik und Schokolade' geschaffen. Es gibt neue Musik für Violine, Violoncello und Klavier mit einer Schokoladendegustation." Aha! Von Inge Schnettler

Wir klären auf: Jeder Komponist hat ein Stück zu einer ausgewählten Schokoladen-Geschmacksrichtung geschrieben. Die Zuhörer bekommen jeweils zum Werk die entsprechende Schokolade gereicht - in kleinen Dosen selbstverständlich. Das Thema Traube-Nuss beschert den Musikern selbst den Genuss der süßen Speise. "Nur einer bleibt verschont", sagt Miro Dobrowolny schmunzelnd, "der hat eine Nussallergie." Neben ihm sind die Komponisten Theodor Pauß, Erik Janson, Johannes Sandberger, Christian F. P. Kram, Matthias Drude, Knut Müller und Christian Diemer. In Sachsen, genauer in Leipzig, Bautzen und Chemnitz, haben die acht Komponisten ihr Werk bereits vorgestellt - mit großem Spaß und viel Erfolg.

Das Musik-und-Schokolade-Projekt ist ab 22.30 Uhr der dritte Part des Konzertes in de Citykirche, das den Titel trägt "Denk ich an Deutschland . . ." und als Fest des modernen Hörens mit dem Art-Ensemble NRW, dem fünfzehnköpfigen Ensemble, in dem Streich-, Holzblasinstrumente, Klavier und Akkordeon versammelt sind, angekündigt wird. Der erste Part beginnt um 20 Uhr und versammelt unter der Leitung von Miro Dobrowolny Werke für Orchester.

Ab 21.30 Uhr kommt der Titel des Konzertes zum Tragen. In Erinnerung an Heinrich Heines "Nachtgedanken" gibt es Rezitation, Komposition und Improvisation. Mitwirkende sind dabei Musiker des Art-Ensembles, der Improvisations-chor, Schüler des Chorstudios unter der Leitung von Regie Saus, und die Rezitationen kommen von Albert Damblon.

Ja und dann gibt es Schokolade - von ganz hell bis ganz dunkel. Die Sorte, die Dobrowolny gewählt hat, nennt er "Spicy Chocolate". Das könnte ziemlich feurig werden.

Vorläufig haben die Musiker noch eine Menge Probenarbeit vor sich. Immerhin sollen im ersten Part des Konzertes echte Uraufführungen zu Gehör gebracht werden.

Der Eintritt ist frei(willig).

Quelle: RP
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