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Mönchengladbach
Zusätzliches Geld für das Theater

Mönchengladbach. Die Bühnen Krefeld/Mönchengladbach erhalten 1,1 Millionen Euro vom Land.

In der nordrhein-westfälischen Theaterlandschaft nehmen die Vereinigten Städtischen Bühnen eine besondere Stellung ein - nicht nur als ältestes und ökonomisch erfolgreiches Fusionstheater. Das Theater Krefeld/Mönchengladbach hat eine Auslastung von über 80 Prozent, die sich viele andere Häuser wünschen würden. "Und es bietet eine sehr kluge Mischung von anspruchsvollen Stücken und solchen, die eine breite Gesellschaftsschicht ansprechen und auch Leute, die sonst vielleicht nicht ins Theater gehen", sagte Ralph Zinnikus, Dezernent für Weiterbildung und Kultur der Bezirksregierung Düsseldorf. Er war gestern nicht nur mit viel Lob gekommen, sondern übergab Theater-Geschäftsführer Michael Magyar auch eine zusätzliche Landeszuweisung von 1,1 Millionen Euro.

Mit der Fortsetzung der Theaterförderung, die bereits unter Rot-Grün beschlossen worden war, setzt die Landesregierung ein deutliches Zeichen für die Kultur. "50 Prozent des Gesamtetats fließen in die Kultur. Theater sind in der Koalitionsvereinbarung besonders erwähnt, deshalb bin ich voller Hoffnung, dass die Zuwendungen ab 2018 noch erhöht werden. Wir gehen von zehn Prozent pro Jahr aus", sagt Zinnikus. "Wir sind sehr erfreut, dass wir diesen Willen im Koalitionsvertrag nachlesen können", betont Geschäftsführer Magyar.

50.000 Euro vom Landeszuschuss sind gebunden für Programme, die Jugendliche fürs Theater interessieren sollen. "Das ist für uns eine wichtige Zielgruppe. Denn das Durchschnittsalter der Theatergänger ist hoch", berichtet Magyar. "Dass es nicht immer so ganz funktioniert, die jungen Menschen zu erreichen, wie die Kulturbetriebe das wollen, liegt nicht an deren Angebot", findet der Dezernent der Bezirksregierung. "Es ist enorm schwer, feste, verlässliche Ansprechpartner in den Schulen zu finden", sagt Zinnikus. "Theater ist ein dynamisches Erlebnis, das anspricht, egal, wie alt jemand ist. Man braucht nur jemanden, der einen heranführt."

Das Theater steht auf drei Finanzierungssäulen: Transferleistungen der Städte Krefeld und Mönchengladbach (knapp 26 Millionen Euro, von denen jede Stadt die Hälfte trägt), Eigeneinnahmen (2015/16 waren das ca. drei Millionen) und Personalzuschüsse vom Land für Theater und Orchester. In diesem Haushaltsjahr betrug die Landesförderung 1,92 Mio. Euro fürs Theater, 217.000 Euro fürs Orchester.

(ped)
 
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