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Mönchengladbach
Kulturgut Kirchenfenster

Mönchengladbach. In der Akademie für Glasmalerei befasst sich eine Tagung mit dem Thema.

Die Europäische Akademie für Glasmalerei in Winkeln lädt zu einer Tagung über Kirchenfenster als schützenswerte Kulturgüter ein. Am 9. April wird es vor allem um Fenster der 1950er und 1960er Jahre gehen. Immer häufiger würden Gebäude aus dieser Zeit samt Ausstattung einschließlich der Glasmalerei zerstört. Denn meist bestehe kein Denkmalschutz, und Beurteilungskriterien fehlten.

Die Tagung mit Experten aus Politik, Kirche, Denkmalschutz und Gesellschaft befasse sich mit der Gesetzeslage, Zuständigkeiten und Möglichkeiten des Kulturgutschutzes, erklären die Akademie-Betreiber. Weder das Land Nordrhein-Westfalen noch der Bund hätten den Schutz der Kultur in ihren Verfassungen verankert, im Gegensatz zur Europäischen Union. Bürger und Gemeinden, die einst die Fenster bestellten, ihren Inhalt mitbestimmten und sie finanzierten, verlören ungefragt einen Teil ihrer kulturellen Identität.

Die Stiftung Europäische Akademie für Glasmalerei wurde im Oktober 2016 von der Kunsthistorikerin Annette Jansen-Winkeln und dem Architekten Ernst Jansen-Winkeln gegründet. Mit der Stiftung werden Forschungsvorhaben und wissenschaftliche Veranstaltungen gefördert. Seit Jahren widmen sich die Eheleute Jansen-Winkeln mit ihrer Forschungsstelle Glasmalerei der Inventarisierung von Kunstfenstern in sakralen und in nicht sakralen Gebäuden wie Kirchen, Rathäusern, Schulen, Krankenhäusern oder Altersheimen. So haben sie von 2004 bis 2016 eine Dokumentation der Glasmalerei in Nordrhein-Westfalen, Luxemburg und im niederländischen Limburg erstellt, die eine Basis für die interdisziplinäre Forschung bilden soll. Die Erhebung soll fortgesetzt werden.

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