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Mönchengladbach
Kunst am Güdderather Bunker mit Alphörnern und Riesen

Mönchengladbach. Seit zwei Jahren lebt der Tuba-Spieler und Bildhauer Bernhard Petz mit seiner Lebensgefährtin, der Geigerin Zdzislawa Sacher, auf dem Dach eines Bunkers. Der steht seit Kriegszeiten an der Marie-Juchacz-Straße in Güdderath. Die beiden Mitglieder der Niederrheinischen Sinfoniker errichteten auf der oberen Betonplatte des umgewidmeten Bunkers ein Wohnhaus.

In den vergangenen Monaten baute Bernhard Petz alias "Bepe Meilenstein" die Gartenzone vor dem Bunkereingang zu einem schmucken Skulpturengarten aus. Da steht bzw. liegt eine Figurengruppe aus weiß gefärbtem Polyester, die vor gut zehn Jahren bei einer Produktion des Theater-Jugendclubs - "Die Irrfahrten des Odysseus" - auf der Studiobühne des Theaters als Bühnenbild gedient hatte. Klar, dass der Regisseur des Stücks, Theaterinspizient Joachim L. Bähr, am vergangenen Sonntag auch zum Skulpturengartenfest am Bunker erschien.

Petz erläuterte den Gästen bei regnerischem Wetter seine Skulpturen, die Gestalten der griechischen Mythologie verkörpern, darunter den einäugigen Zyklopenriesen Polyphem, aber auch die verführerische Circe. Höhepunkt des gemütlichen Grillfestes waren Auftritte eines Alphorn-Trios. Natürlich musizierte der Tubist Petz, der aus Tirol stammt, an einem der 3,60 Meter langen Alphörner selbst mit. Seine Mitstreiter an den längsten Blasinstrumenten der Welt warenWilhelm Junker, Kirchenmusiker in Hochneukirch, und Thomas Lindt.

Wer den Bunker an der Marie-Juchacz-Straße passiert, dem fällt ganz sicher die 7,30 Meter große Stahlskulptur auf der oberen Randmauer auf: ein Mann, dessen linke, ausgestreckte Hand gen Westen weist, während die rechte angewinkelt erhoben ist. "Ein Selbstporträt", verrät Bernhard Petz.

(ri)
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