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Mönchengladbach
Kunstwerk am Münster wieder frei

Mönchengladbach: Kunstwerk am Münster wieder frei
FOTO: Stadt
Mönchengladbach. Müssen Blinde vor der Skulptur von Maria Lehnen geschützt werden? Und wenn ja, wie? Darüber herrscht bei der Stadt offenbar völlige Unklarheit. Von Inge Schnettler

"Wir haben die Absperrungen entfernt und die Pflastersteine rund um die Figur erneuert”, sagte Stadtsprecher Wolfgang Speen. Die seien nach dem Aufbau des Kunstwerks vor dem Westportal des Münsters unfachmännisch eingesetzt und mit Zementschlamm bekleckert worden. "Deshalb mussten wir völlig neue Steine nehmen.”

Das war‘s? Rudolf Hansen ist irritiert. "Man hat mich zu der Figur geführt und um meinen Rat gebeten”, sagt der Vorsitzende des Blindenvereins. "Im Nachhinein frage ich mich, warum?”

Er hatte vorgeschlagen, eine Litze auf den Boden rund um die Figur zu legen, die mit dem Blindenstock zu ertasten gewesen wäre. "Alternativ hätte man auch einen acht Zentimeter hohen, weiß gestrichenen Bordstein um die Figur verlegen können.” Er selbst hätte sich um die Gefahren für Blinde und Sehbehinderte, die angeblich von dem Kunstwerk ausgehen, niemals Sorgen gemacht.

"Aber wenn man mich fragt, nehme ich das ernst und suche nach einer Lösung.” Strenggenommen müsste die Stadt aber, wenn sie solche Sorge um Blinde habe, alle Bäume, Schilder, Poller und sonstiges entsprechend absichern.

Möglicherweise habe Hansen bei dem Ortsgespräch mit Vertretern des Bauamtes, der Kirche und dem Leiter des Kulturbüros, Dr. Thomas Hoeps, etwas falsch verstanden, meint Speen. "Aber wir werden das Gespräch mit dem Blindenverein suchen, um das zu klären.” Das soll heute geschehen.

Quelle: RP
 
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