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Mönchengladbach
Launiger CDU-Wahlkampfauftakt mit CSU-Spitzenkandidat Herrmann

Mönchengladbach: Launiger CDU-Wahlkampfauftakt mit CSU-Spitzenkandidat Herrmann
Der niederländische Botschafter Wepke Kingma (v.l.), Bundestagsabgeordneter Günter Krings, der bayrische Innenminister Joachim Herrmann mit seiner Frau Gerswid und der niederländische Generalkonsul Ton Lansink. FOTO: Jörg Knappe
Mönchengladbach. Bei dem Nachnamen Herrmann denkt der Gladbacher in erster Linie an seinen Borussen Patrick. Aber auch Bayerns Innenminister und CSU-Spitzenkandidat für die Bundestagswahl Joachim Herrmann hält sich gelegentlich in der Stadt auf, weil hier Freunde der Familie wohnen. Als Freund etwa bezeichnet er auch Günter Krings, den Bundestagsabgeordneten und Parlamentarischen Staatssekretär beim Bundesinnenministerium. Und da war es dem Münchener CSU-Mann eine Ehre, den Wahlkampfauftakt der Mönchengladbacher CDU gestern Abend im Oktoberfestzelt im Nordpark als Redner zu garnieren. Krings, der auch den niederländischen Botschafter Wepke Kingma sowie den niederländischen Generalkonsul Ton Lansink begrüßte, führte Herrmann als jemanden ein, dessen bayrische Ministeraufgaben in Nordrhein-Westfalen auf gleich vier Ministerien verteilt seien. Und als eine Persönlichkeit, "aus der durchaus noch mehr werden kann" - der Mönchengladbacher Franz Meyers habe es mit seinem Aufstieg vom NRW-Innenminister zum Ministerpräsidenten vorgemacht. Von Jan Schnettler

Kaum auf der Bühne, stellte Herrmann - später auch über die ersten Klänge des Konzerts im Sparkassenpark hinweg - unter Beweis, dass wohl kein anderer aktueller Spitzenpolitiker über eine derart Bierzelt-geeignete und Bierzelt-erprobte, basstiefe Stimme verfügt. Ob Grenzkontrollen ("Darauf kann man erst verzichten, wenn der Schutz der EU-Außengrenzen wieder hinreichend gewährleistet ist"), rot-grüne Regierungsbündnisse ("Wo sie regieren, gibt es mehr Armut, mehr Verschuldung, mehr Arbeitslose und mehr Kriminalität") oder der Einsatz für Kinder und Familien ("Kinderlärm ist Zukunftsmusik"): Der 60-Jährige zeigte sich ebenso laut- wie meinungsstark.

Gerne wird Joachim Herrmann als Hardliner bezeichnet, und er hatte reichlich bayrische Spezialitäten im Gepäck, die er auch nördlich des Weißwurstäquators exportieren möchte: weniger Einbrüche, weniger Straftaten, eine höhere Aufklärungsquote, keine Hausbesetzerszene wie in Berlin oder Hamburg. "Wir wollen, dass es überall so sicher wird wie in Bayern", sagte Herrmann, der mit seiner Ehefrau Gerswid angereist war. Das Strafgesetzbuch sei überall in Deutschland gleich - "es kommt darauf an, was man vor Ort daraus macht".

Und Krings' Idee, sowohl die niederländischen Diplomaten als auch den bayrischen Innenminister einzuladen? Das beweise einen "internationalen, fast exotischen Anspruch" der Gladbacher CDU, urteilte Herrmann - und freute sich auf ein weiteres Bier. Denn eines immerhin hat Mönchengladbach München voraus: Das Wiesnfest im Nordpark wird bereits heute und morgen gefeiert, das echte Oktoberfest startet erst am 16. September.

Quelle: RP
 
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